Home » Unentschieden » Und? #rp18 Tag 3

Und? #rp18 Tag 3

Und? #rp18

Unsortiertes Zeug, damit ich es nicht vergesse. Aktualisiere ich im laufe des Tages.

Die Speeddating Session zu Videospielen mit Pro und contra Eltern, die jeweils 5 Minuten Zeit für ein kurzes Gespräch hatten, war tatsächlich sehr lehrreich.

Gelernt, dass unsere aktuelle Regel (eine Stunde Playstation, aber nur wenn am nächsten Tag keine Schule ist, wir wissen, dass Kind 1 dann noch bei Freunden, zusammen mit Freunden, Playstation spielt) eher sehr streng ist. In anderen Familien ist es völlig anders.

Auch gelernt. Es gibt überhaupt und absolut gar keine Regel, die in irgendeiner Art „für alle“ passen würde. Zu viele Sachen spielen da rein, Alter der Kinder, gibt es Geschwister, spielt das Kind alleine oder zusammen mit Freunden, online multi-player oder gemeinsam, in einem Zimmer, leben die Eltern getrennt, reden die noch miteinander, haben die Kinder ein Handy, Tablet, Fernseher im Zimmer, gibt es Konsolen, Ganztagsschule, Schlüsselkinder, Sport und sonstige Sachen oder schlicht verfügbare Zeit und Art der Spiele. Wobei Alter der Kinder, die Art der Eltern, die vorhandenen Geräte, bzw die Spiele, die gespielt werden, die wichtigsten Faktoren sind.

Das war echt cool. Die Mutter mit der 13 jährigen Tochter, die permanent am Handy hängt und Pferde virtuell pflegt, oder der Vater aus dem Irak, der seine Kinder seit drei Jahren nicht gesehen hat, weil die noch im Irak sind und die Mutter im Irak den Kindern alles am Handy erlaubt, da war echt alles dabei. Sehr cooles Format. Und ganz im Sinne von Web 2.0 – die anderen arbeiten lassen. Applaus, das war tool.

Die kleine Gruppe war natürlich speziell, denn bei den anwesenden ca 30 Eltern gab es dann doch eine Gemeinsamkeit: es gibt keinen Fernseher im Kinderzimmer. Das ist im „echten“ Leben anders und hier wird es kompliziert. Cheers.

Gestern Abend gab es kostenlos Gin, der war ziemlich super (bis die Bar zugemacht hat, dann war aber auch gut), und seit gefühlt einem Jahrzehnt erst am nächsten Tag in Berlin ins Bett gefallen. Habe getanzt und heute kein Rücken. Läuft.

Gestern und heute im Hotel furchtbar aufgeregt, denn deren Internet ist unfassbar lahm. Das VPN funktioniert überhaupt nicht. Arbeiten ist hier quasi nicht möglich. Dass sowas mitten in Berlin im Jahr 2018 immer noch kaputt ist, Wahnsinn. Digitalisierung am Arsch.

Dann dieser dreitägige Spagat im Kopf zwischen „Ich rate immer die Email Adresse relevanter Leads anhand derer Namen in LinkedIn, schreibe die alle an und generiere so tausende Kontakte“ Sales-Leute und den vielen Sessions zu „responsible Application, Data control, citizenship Dingens“. Beides hier mehrfach gehört und ich weiß nicht, wie das alles jemals zusammen kommen soll. Wird es wahrscheinlich nie.

Dieses Jahr alle Side Events verpasst. Liegt auch daran, dass ich kein Facebook auf dem Handy habe. Vor einer Weile deinstalliert und mal unter uns: Handy ohne Facebook und Instagram ist das neue „ich habe keinen Fernseher“ Ding. Die coolen Leute machen das jetzt so. Ich verpasse viel, ist aber völlig egal, denn geht alles auch so.

Ach ja. Von wegen Fernseher. Gestern zum ersten Mal gehört, dass jemand im gesamten Bekanntenkreis niemanden mit Fernseher hat. Trotz Kind, Kita, Job und allem hat da niemand einen TV. Das fand ich dann doch erstaunlich. Berlin ist manchmal doch anders. Wäre toll, wenn die Mediatheken der öffentlich rechtlichen Sender komplett online gehen und alles online bleibt, denn lineares Fernsehen ist am Ende. Aber davon redet leider niemand.

Diese Sessions wurde empfohlen, schaue ich mir spater auf Video noch an. Kritik und Reformen überall: Reboot des öffentlich-rechtlichen Systems?

re:claim autonomy – Digitale Freiheitsrechte in der neuen Legislatur

Nach Nizza und München – Anatomie eines Shit-Tsunamis – unbedingt anschauen.

Marcus John Henry Brown: The Passing

Luca Hammer: Bist du ein Bot

Erste Session war zum aktuellen Lieblingsthema GDPR.

Dieses Bild enthält möglicherweise personenbezogene Daten, ist aber im Rahmen der GDPR erlaubt, weil Event und alles.

Eine sehr gute Einleitung der Session, die die Hintergründe und Motivation der GDPR gut zusammenfasst. Bin weiterhin ein Freund der GDPR, obwohl es scheiß viel Arbeit ist, da die USA sowas nicht haben, da gibt es kein landesweites Gesetz dazu, die Learnings sind sooooooo anstrengend und machen uns noch viel Spaß, denn vieles kommt eben aus den USA.

Die Werbung für diesen Net-ID Schwachsinn auf der Bühne der GDPR Session war totaler Mist. Völliger Quatsch. NIEMAND wird das nutzen, völlige Zeitverschwendung. Das wird AUSSCHLIEßLICH gemacht, damit User beim Einloggen irgendwelche Nutzungsbestimmungen abnicken und dann noch mehr personalisiert getrackt werden können als bisher.

Dann wurde es voll, der Saal überfüllte sich, ich blieb sitzen und es kam etwas mit Werbung. Die Zeit ist bei dieser Frage ein unfairer Partner, denn die verdienen mit sehr vielen Sachen Geld, nicht nur mit Werbung, sondern mit drölfzighundert anderen Sachen auch. Nach der Hälfte gegangen. Ich mache B2B, was interessiert mich Werbung auf Webseiten?

Werbung im Internet. Bei sowas ist der Laden immer voll

Dann Leute getroffen, die ich aus dem Internet kenne.

Dann eine Session über Plastik. Wie man selbst Plastik herstellen kann. Das war so unglaublich einfach, ich verstehe nicht, warum das nicht mehr genutzt wird.

Plastik mit Stärke, Essig, Glycerin und Wasser herstellen.

Dann eine Session über Programmieren für Lehrer und Kinder mit Raspberry Pi gesehen und viel gelernt. In der Gruppe hat programmieren von selbst einfachsten Sachen ja immer diese lustige „bei wem klappt es nicht?“ Dynamik. Dauert ewig, macht aber Spaß. Schick, wie einfach man den Raspberry Pi mit Button programmieren kann. Großartig, wie sich Leute freuen, wenn zum ersten Mal etwas programmiert wurde und sich ein Katzenbild bei Knopfdruck dreht.

Raspberry pi Dings mit Bildschirm.

Die Session danach, über Zero waste war Quatsch. Ein anstrengender Vortrag aus ihrer eigenen Instagram – und Facebook Welt mit Screenshots von Instagram und Facebook.

Ich, ich, ich war das Ding der Session. Mein Laden, mein Baby, mein Buch, mein Account, mein Lieblingsbeispiel, ich musste, ich wollte, ich habe, ich kenne, ich zahle, ich mag diese Gruppen, etc.

Die Session hat mich nicht abgeholt. Aber ich bin kein Instagram Mädchen, das auf sowas stehen könnte. Die Session hatte auch mit Abstand die meiste Werbung (Buch, Signierstunde, Laden) von allen hier gesehenen Sessions (Partnersessions mal ausgenommen), quasi wie ein Influencer-Instagram Account, aber als session. Das war nix.

Das etwas über den islamischen Staat gesehen, eigentlich nur um einen Platz für die nächste Session zu haben, aber da habe ich etwas verpasst, denn das war alles sehr schlau, was da erzählt wurde.

Dann wieder mein Lieblingsthema: GDPR

Mal wieder GDPR

Der Saal war voll, alle kennen die DSGVO, es wurde ein Film gezeigt und war eine gute Session. Es ging um eine Webseite, da gibt es ein Spiel. Das war alles so, naja, nett. Sicherlich toll, aber naja.

Spannend waren die Fragen im Anschluß der GDPR Session.

Gelernt, dass man bei Löschantrag Daten behalten kann (!??), um sicherzustellen, dass ich die z. B. Email Adresse markieren kann, als eine Email, die ich nicht! anschreiben darf. Also genau wie jetzt, mit Blacklisting oder do-not-email Einstellungen. Sofort dramatische Kopfschmerzen bekommen.

Zwei Drinks später ging es wieder.

Dann Felix gesehen. Tolle Session.

Dann etwas über pop. Mit Musikvideos.

Und mir vergeht die Lust am schreiben. Esse noch einen Hamburger und könnte dann auch ins Bett.

Eine Sache noch.

Es war wieder eine tolle re:publica. Tolle Sessions. Viele Leute getroffen. Getanzt. Gelernt. Gesungen. Geredet. Tolle Organisation. Es gibt nix zu meckern.

Nächstes Jahr wieder.

Weiterhin ist die re:publica eine tolle Konferenz für alles mögliche in Sachen Digitalisierung.

Danke.

2 comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.