Zu tief geschlafen, Danke Ohropax.
Beim Frühstück Internet leer gelesen. Etwas gearbeitet, Dinge geklärt. Dann los zur Station Berlin. Vergessen, zu Hause anzurufen, weil als war was.
Ich musste noch Gimmicks für die Kinder mitbringen, dafür durch die Stände in der Halle gebummelt. Gute Gespräche geführt, Dinge bekommen, alles top.
Vor lauter Dings noch nicht mal Kaffee geholt. Schnell zur Stage 2, wollte die OpenClaw Session sehen.
OpenClaw – Anatomie der kommenden Welle
Stephan Noller und Benedikt Köhler.
Noch eine dieser krassen KI Sessions. Mit OpenClaw und diversen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Das war alles ganz großartig. Kannst du nochmal schauen als Videos. Ruhig. Verständlich.
Vertraue ich der KI? Bin ich zu höflich zur KI? Wer entscheidet über Arbeutsplätze, nur noch die KI? Wie kommuniziert die KI? Distanz zur Maschine. Wir müssen nichts mehr tippen, wir gehen zurück zu einer oralen Kultur. Kulturelle Kontexte. NGOs können plötzlich komplexe, eigene Software bauen.
Viele ganz große Fragen. Viele sehr gute Fragen.
Die beiden wundern sich zusammen auf der Bühne, wo das alles hingeht.
Spannend und Filmreif war deren gezeigtes Firmen-Setup am Ende der Session, in der sich KI Agenten und Menschen Aufgaben hin- und herschicken.
Direkt weiter zur nächsten Session.
Wie man Rechte im Internet ärgert
Fabian Grischkat.

Sehr unterhaltsam. Toller Typ.
Wirklich kreativ und raffiniert hat er die Rechten geärgert. Ich will nicht Spoilern, es lohnt sich das Video zu schauen.
Ich wünsche mir mehr Leute wie ihn.
Dann sitzen geblieben und kurz die nächste Session gesehen
Why the Right is winning the „For You“ page and how to hack it back
Jessica Burbank Journalist & Commentator

Großteil der Session dann verpasst aufgrund Telefonat und gleichzeitig Mate Tee.
Bereits seit zehn Jahren gibt es Mate Tee kostenlos auf der re:publica, heute habe ich den endlich auch probiert. Nennt mich First-Mover.

Spoiler. Der Mate Tee macht richtig wach. Bummswach. In your Face wach. Kalte Dusche wach. Überlege, das zu Hause weiter zu machen, aber die Familie flippt wahrscheinlich aus, wenn ich schon wieder irgendeinen neuen Quatsch für die Küche anschleppe.
Ich fand das toll, denn ab und an bekomme ich so einen Mate Tee Typ auf TikTok ausgespielt. Stellt sich raus, die Frau mit dem Mate Tee kennt den, ist natürlich ein Freund von ihr.
Stresstest für die Demokratie: Sind wir bereit für den Ernstfall in Ostdeutschland.
Wie schafft man Resillienz im Bundesrat?

Alle sind sich einig, dass etwas gemacht werden muss.
Schleswig Holstein ganz vorne mit dabei.
Es fehlt an Geld und politischem Willen.
Nach einer halben Stunde ging ich ins Hotel, es gab YumYum Suppe zum Mittag, etwas Arbeit, dann zur nächsten Session.
Bevor die begann, gab es ein tincon Geuppenfoto.

Dann ging es los mit:
Battle of the Nerds – LIVE auf der re:publica!
Ralph Caspers und Nilz Bokelberg.
Das war unterhaltsam.


Was cool war: Ralph Caspers kann mit den Fingern binär zählen. Er kann auch nur den Ringfinger einzeln zeigen. Sehr sympathisch, dieser kurze Erklärmoment, als er die Bühne und den Saal komplett einnimmt und binäres Zählen an einer Hand erklärt. Das war toll.
Ich kenne natürlich den „Es gibt nur 10 Arten von Menschen. Jene die Binär verstehen und die Anderen“ Witz. Aber so elegant an einer Hand bis 16 zu zählen war schon ziemlich cool. Chapeau.
Vor mir lag während der Session ein beeindruckend entspannter Hund. Konnte gar nicht wegschauen, so tiefenentspannt wie der da lag und Nickerchen gemacht hat in all dem Lärm. Faszinierend. Hund möchte man sein.

Viral, emotional, radikal – hätte die AfD ohne Tiktok zehn Bundestagsmandate weniger?
Es war kompliziert.

Es bleibt kompliziert.
Naja.
Zur Gegenmacht
Arne Semsrott.
Krönender Abschluss der re:publica.
Viele Daten. Hohes Tempo. Viel Meinung über Mehrheiten, Ergebnisse, Brandmauern. Das war eine hervorragende, ja herausragende Session.

Dann gab es die Closing Session.
Es wurde gesungen und geweint. Wie jedesmal. Ich bin viel zu nah am Wasser gebaut dafür. Aus mir wird nie ein guter Politiker, wenn Bohemian Rapsody singen mich zu Tränen rührt.
Es war eine tolle re:publica 2026.
Ich habe nichts zu meckern.
Vielleicht etwas mehr Garten. Mehr Kinder. Mehr Jugendliche. Mehr Kinder. Wo waren die alle? Mehr Sessions mit Spaß und Infotainment, besonders am Abend (lustige TikToks mit Kommentar schauen würde schon reichen. Katzencontent. Quiz.). Witze vorlesen und nicht lachen. Mehr Videospielkonsolen, Computerspielemuseum. Mehr Foto-Spots, auch für die Jugendlichen. Alle sicheren Memes und Dinger, die im echten Raum stattfinden, und uns Internet unterhalten. Es braucht mehr Spaß. Kein Krawall und Remidemmi, Lachen reicht.
Was von Tag 3 übrig bleibt.
Die Teilnehmer*innen-Umfrage zur re:publica 2026 ausgefüllt.
Was mir von der gestrigen 2026 Google I/O besonders in Erinnerung blieb, sind die Dialekte in Gemini. Die KI hat in gleich mehreren Dialekten gesprochen. Ich glaube, das wird die Leute richtig abholen, wenn die Maschine plötzlich Schottisch, Hessisch oder Schwäbisch spricht. Dieses „ich spreche mit der KI“ Ding, wird heftig unterschätzt. Jeder, der es nicht schafft, einen Stift gerade zu halten, bekommt genau die gleich, mächtigen Tools an die Hand wie der supertopchecker Nerd mit seinem Zehnfinger System auf US Tsstaturlayout. Überleg mal!
Hier erzählt jemand von der c‘t von der Google I/O, kurz und knackig, auf den Punkt. Qualitätsjournalismus-Anschauempfehlung.
Die vielen Jungendlichen auf der tincon und re:publica sind super. Extra Applaus für die Lehrkörper, die Morgens mit Gruppen von doch sichtbar gelangweilten Jugendlichen vorm Einlass standen und das auch noch irgendwie in Unterricht packen.
Auch dieses Jahr habe ich den Maker Space leider komplett ignoriert.

Ich fand diese Gaming Ecke der tincon niedlich. Geo Guesser geht immer. Muss ich den Kolleginnen auch zeigen, damit könnten die Vielreisenden in der Branche ziemlich viel Spaß haben.

Gestaunt, dass die Speicherung von IP Adressen nirgendwo erwähnt wurde. Dazu gab früher ganze re:publica Konferenzen. Und heute?
Ich komme wieder. Jetzt ab zum Bahnhof. Hamburg ruft. Da gibt es morgen neuen Roboter Kram in der Schule, darauf freue ich mich.

