Mit dem Zug nach Berlin gefahren. Es ging, Baustellenbedingt, über Umwege zum Berliner Hauptbahnhof, sogar beinahe pünktlich.
Beim aus dem Fenster starren keinerlei Berlin Vorfreude gefühlt. Ob es am renovieren des Kinderzimmers mit Rücken und Zipperlein diese Woche lag oder die diversen anderen Themen mich ausgelaugt haben, ich weiß es nicht. Aber anders als in den Vorjahren empfand ich dieses Mal absolut nichts als der Zug in den Hauptbahnhof fuhr.
Kurz gewundert, wie scheiße der Berliner Hauptbahnhof weiterhin ist. Jetzt sind sogar flächendeckend die Rolltreppen und Fahrstühle kaputt und der Platz Richting Bus und Tram ist völliges Drama, es ist so lächerlich, wie Berlin das nicht hinbekommt.
Mit dem Bus weiter ins Vienna House by Wyndham Hotel. Direkt um die Ecke der Station Berlin. Dort alles sauber und nett, ich kann nicht klagen, Zimmer war direkt an der U-Bahn und laut, das konnte zum Glück getauscht werden.
Ein kurzer Späti Besuch, habe sehr viel Wasser gekauft für die kommenden drei Tage. Eine der Sachen, die ich erst spät gelernt habe. Auf Dienstreisen immer sofort viel Wasser und ggf. Essen kaufen, später ist dafür nie Zeit, aus jeweils unterschiedlichsten Gründen.
Telefonat mit Familie und Familie. Die eine Familie merkt an, das wir uns vor drei Stunden noch gesehen haben und ob man jetzt weiter PlayStation spielen könne. Meine Eltern (die ich seit COVID deutlich regelmäßiger anrufe) wunderten sich über meine „hier fährt die U-Bahn durch ein Haus“ Aussage. Foto geschickt, allgemeine Verwunderung, warum man sowas macht, mit „Berlin, gell?“ abgeschlossen.

Kurzer und sehr freundliche Check-In (ehemaliger Mitbewerber, er kannte BCD, passiert mir sehr selten bei solchen Events) bei der re:publica, Bändchen und Badge abgeholt. Anschließend eine längere Runde durch den Gleisdreieckpark gelaufen und dann war nicht mehr viel, weil müde.

Vorhaben für morgen: nicht so sozial gestört sein, mehr lächeln, nicht so viel ins Handy starren, Sessions besuchen, den einen wichtigen call am Nachmittag nicht verpassen, kein Alkohol, kein Essen nach 16 Uhr und wenn die Hälfte davon klappt, ist es ein Erfolg.
Früh ins Bett, nicht geschafft zu intervallfasten beim The Batman schauen und dann mehr ich auch nicht mehr.

