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Wissenswert. Telekom kaputt, langsamer als eine Stechmücke

Update: Spannend. Bei der Telekom-Tochter congstar gibt es DSL ohne Drosselung. Quelle.

Zusammenfassung: Die Telekom bestraft hier ganz klar Familien mit Kindern. Das ist keine Drosselung, das ist kaputt.

Die Telekom drosselt demnächst ihre DSL-Anschlüsse. Ich bin bei der Telekom und bin eigentlich bislang sehr zufrieden damit. Die machen nicht meinen Anschluss kaputt, es geht um neue Verträge.

digital media meta table

Ab dem 2. Mai 2013 sind folgende Volumina in den Festnetztarifen integriert:
Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s: 75 GB
Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s: 200 GB
Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s: 300 GB
Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s: 400 GB
Ist die Volumengrenze erreicht, sehen die Leistungsbeschreibungen eine einheitliche Reduzierung der Internetbandbreite auf 384 Kbit/s vor. Es geht hier um die Summe aus empfangenen und gesendeten Daten.

Ich kaufe 16.000 Kbit Internet und plötzlich habe ich nur noch 384 Kbit.

Mein gekauftes Produkt kann dann nur noch bei

Bei 16 Mbit/s: 75 GB nur noch 2,4% der Geschwindigkeit.
Bei 50 Mbit/s: 200 GB nur 0,77% der Geschwindigkeit.
Bei 100 Mbit/s: 300 GB nur 0,38% der Geschwindigkeit.
Bei 200 Mbit/s: 400 GB nur 0,19% der Geschwindigkeit.

Man sieht hier sehr schön: Das ist keine Drosselung, das ist kaputt.

Drosselung ist nur ein Marketing-Begriff, um es besser aussehen zu lassen. Das stimmt aber nicht. Wenn das von mir bezahlte Produkt nur noch 0,77% seiner Leistung schafft, dann ist das kaputt.

Als Vergleich, für Vaddi:

Update: Dieser Vergleich hinkt, ich weiß, Danke für das Feedback. Dieser Vergleich soll NUR deutlich machen, wie stark die Geschwindigkeit gedrosselt, bzw kaputt gemacht wird. Mehr nicht. Dieser Vergleich ist für Leute, die mit Mbit und Kbit Angaben nichts anfangen können und bedenken Sie, dass quasi niemand etwas damit anfangen kann.

Mein Auto fährt, wenn ich 75 Kilometer weit gefahren bin, plötzlich nicht mehr mit 50 km/h, sondern nur noch mit 0,77% der Geschwindigkeit, das sind dann 0,38 km/h. Null-Komma-drei-acht Kilometer in der Stunde. Das ist die Geschwindigkeit einer Riesen-Schildkröte, die schafft immerhin auch 0,37 km/h.

Nochmal. Das ist keine Drosselung. Wenn mein Auto nicht mehr 50 km/h fährt, sondern langsamer ist als eine Stechmücke (1,4 km/h), Maulwurf (4 km/h) oder eine Stubenfliege (8,2 km/h), dann ist das kaputt.

Anders gerechnet. Wenn ich den Anschluss voll nutze, also mit voller Geschwindigkeit surfe, dann habe ich
DSL 16.000: ca. 10,4 Stunden bzw. 1,4% der Länge eines Monats
VDSL 50: ca. 8.9 Stunden bzw. 1,24% der Länge eines Monats
VDSL 100: ca. 6.7 Stunden bzw. 0.93% der Länge eines Monats
VDSL 200: ca. 4.4 Stunden bzw. 0.61% der Länge eines Monats
die volle Geschindigkeit. Ich bezahle jeden Monat ein Produkt, dass ich, wenn ich es voll nutze, in 98,6% der Zeit gar nicht nutzen kann?

Bei mir ist der 16 Mbit Anschluss nach 10,4 Stunden abgeschossen.

Abgeschossen? Ja, abgeschossen. Ich kann in Zukunft eure DSL-Anschlüsse „abschiessen“, zusperren, langsamer machen. Ich brauche nur eure IP Adresse. Dann sende ich euch Berge von Daten und nach ein paar Stunden wird euer DSL Anschluss in den langsamen Modus geschaltet und ist kaputt. Einer dieser Aspekte, die in der Presse leider keine Rolle spielen. Aber die Jungs von Mobile Macs haben recht, die Filmindustrie wäre bescheuert, wenn sie diese sensationell einfache Möglichkeit nicht nutzen würde und allen Torrent-usern die Anschlüsse abschiesst. Das ist zu verlockend, das wird sicherlich kommen, sie wären bekloppt, wenn sie es nicht machen.

Der „normale“ Leser denkt jetzt „Was interessiert mich dieser Kram?? Ich habe keine Ahnung wovon der redet, habe ich überhaupt so viel Giga-Dings?“.

Und da wird es spannend. Diese 75 GB sind nicht wirklich viel. Wenn man will, bekommt man die schnell voll.

Sie wohnen mit mehreren Leuten im Haus.
Muddi, Vaddi, zwei Kinder (oder eine WG mit drei, vier Personen). Die Kinder haben jeweils einen Rechner, eine Konsole oder ein iPad, Vaddi daddelt auf dem Computer und Muddi nutzt ein iPad. Wie sollen 75 GB, bzw 200 GB für eine Familie reichen?
Die Kids hängen permanent vor YouTube, die Familie schaut sich Filme auf Amazon Lovefilm an, irgendjemand hört viel Music auf Spotify, ab und an wird eine Mediathek der ARD oder vom ZDF genutzt und Online Gaming verursacht auch permanet Traffic. Da kommt schnell was zusammen, insbesondere die Videos sprengen das Kontingent schnell.

Fazit:

Traurig zu sehen, wie Deutschland immer weiter degeneriert. Dass wir es im 21. Jahrhundert nicht schaffen, ein unbegrenztes und flächendeckend schnelles Datennetz bereitzustellen in einem Land, dass sich selber gern als Wirtschafts- und Forschungsnation sieht, ist ein Drama.

Die Telekom bestraft hier ausserdem ganz klar Familien mit Kindern.
Die Kids schauen heutzutage eben stundenlang YouTube und andere Videos im Netz. YouTube dient als primäre Quelle für Musik und Musik läuft eben den ganzen Tag lang. Die 75 GB sind in diesem Fall ein Witz.

Hörenswert dazu:

mobileMacs Podcast. Da wird ausführlich erklärt, warum das alles ganz großer Mist ist. Der Link springt an die richtige Stelle im Podcast, man muss nur Play drücken. MM107 Der neue Morseanschluss der Telekom. Das ist wirklich gut, das Thema wird nirgendwo sonst so umfassend erklärt.

Das Thema wird viel diskutiert und schlägt hohe Wellen.
Lesenswert dazu, eine Auswahl:

BILD.de, da geht es ab in den Kommentaren – Telekom schafft DSL-Flatrates ab

Auch bei Heise ist richtig was los zum Thema: Bandbreiten-Drossel: Telekom kappt Festnetz-Flatrates Update.

Lumma.de – Telekommunikationsanbieter und die Irrtümer

Lawblog.de, auch die Kommentare beachten – Telekom schafft die Internetflatrate ab

Was ich mich Frage:

Ist das der politische Wille, dass dem Volk die Grundversorgung an Internet kaputt gemacht wird?
Was ist mit dem Volumen, das ich nicht ausschöpfe? Warum wird das nicht in den nächsten Monat übertragen?
Warum muss ich für einen DSL-Anschluss, der gar keine 16 Mbit schafft, den vollen Preis zahlen?
Wieso kann ich keinen schnellen Upload dazukaufen?
Werden Voice-over-IP Daten angerechnet?
Ich verstehe den wirtschaftlichen Hintergrund, verstehe aber nicht, warum ich nicht ein Upgrade kaufen kann. Warum gibt es das nicht?
Wenn so viele Nutzer das Kontingent angeblich nicht erreichen, warum die Grenze bei 75 GB und nicht bei 200 GB?

Nachtrag:
Nochmal. Warum 75 GB Traffic im Jahr 2013 möglicherweise nicht ausreichen

Siehe auch:
Links zur Telekom, gedrosseltem Internet und der Netzneutralität

Anmerkung:
Die Links im Artikel zu Congstar sind Affiliatlinks und bringen mir eine Provision im Falle einer Bestellung. Danke.

42 comments

  1. sven says:

    Upgrade soll es später geben, so wie es das bei der Telekom jetzt schon für die Mobiltarife gibt. Wenn Kontingent erschöpft kann man nochmal zukaufen. Soweit ich weiß aber nur einmal pro Monat.

  2. adelhaid says:

    mich würde ja interessieren, wen man in seiner landesregierung mal anschreiben könnte, um zu fragen, ob das politisch gewollt ist. in flächenstaaten ist es mit der DSL abdeckung mitunter eh nicht besonders weit her, und nun soll das auch noch kaputt gemacht werden? bürger vom netz?

  3. Andreas says:

    Ein Argument kann ich einfach nicht mehr lesen! „Mein Traffic ist nach XX Stunden im Tarif Y aufgebraucht, mein Produkt hat also nur ein Wert von XY%“.

    Überlegt mal, euer Auto kann theoretisch 220km/h fahren, steht aber 95% seiner Zeit herum und in den restlichen 4,99% fährt es nicht mehr als 70km/h. Nur in 0,01% der Fälle fahrt ihr Fullspeed.

    Ich versteh ja das Grundanliegen und zum Teil auch Netzneutralität. Aber bedenkt mal, dass heute zum Großteil Fernsehen noch über Broadcast gesehen wird. Dafür zahlt der Kabelkunde gerne mal 20€ mehr. Wenn diese Kunden alle (davon spricht die Telekom) auf IP wechseln, dann ist das Netz nunmal überfordert. Ihr seid dem Mainstream im Nutzungsverhalten einfach voraus und bezahlt dafür heute einen bequemen Preis.

    Meines Erachtens nach behält sich die Telekom auch nur die Option vor zu Drosseln, was sie vertraglich (sehr schwammig formuliert) seit Urzeiten bereits machen. Es wäre folglich auch nicht verkehrt das politische Problem des Netzausbaus zu thematisieren. Macht auf jedenfall mehr Sinn, als falsche Argumente zum x-ten Mal zu lesen.

  4. Sladade says:

    Ein hoch auf die heutige Zeit, in der nur gut sein kann, was billig oder umsonst ist.
    Beschwere ich mich als Entertain-Kunde, dass ich nicht seit Jahren den Traffic für mein Fernsehen extra bezahlen muss/darf? Nein, da ich gern für eine Leistung bezahle. Diese Leistung muss auch nicht unbegrenzt sein.
    Und zu diesem arg populistischen Argument: „Bei mir ist der 16 Mbit Anschluss nach 10,4 Stunden abgeschossen. “ Du fährst sicher auch mit deinem Auto, welches 180 km/h erreicht knapp 1,6 Millionen Kilometer im Jahr und beschwerst dich dann, dass es nach 2 Monaten wagt kaputt zu gehen.

  5. Cast says:

    Was für ein Schwachsinn ist das denn bitte, DSL mit einem Auto zu vergleichen?

    Was hat die Höchstgeschwindigkeit, die ich in der Tat selten erreiche, aber dafür gibt’s auch handfeste Gründe, mit der DSL- Geschwindigkeit zu tun?
    Was haben unwahrscheinlich gefahrene Kilometer und kaputtgehende Autos mit einer Flat zu tun?

    Wenn es mehr so Leute wie euch gibt, hat die Telekom ja kein Problem, ihr Geschäftsmodell anzupassen. Oder seit ihr von der Telekom?
    Es geht auch nicht darum, das 100er VDSL für 10€ zu haben ist, sondern dass die Telekom ihre eigenen Dienste (Beispiel: Entertain) pushen will und andere (Beispiel: Lovefilm) dabei auf der Strecke bleiben…

    Oder, um es in Autosprache zu formulieren: ihr dürft nur den Sprit tanken und nur die Ersatzteile kaufen, die von eurem Autohersteller vorgeschrieben sind. Sonst fährt euer Auto nicht mehr!

  6. Larry says:

    Hahaha die armen Kinder die dann nicht mehr stundenlang Youtube schauen können. :‘-( Vielleicht wird Deutschland dank der Telekom ja dann doch wieder zum Land der Dichter & Denker?

  7. Tutima says:

    Ich wäre ja schon froh, wenn schnelles DSL flächendeckend verfügbar wäre. Nachdem selbst e selbst in der Welt- und Cebitstadt Hannover nicht möglich zu sein scheint, neue Baugebiete mit schnellem DSL zu versorgen. Das Kabel in den Graben zu legen, der bereits offen ist, kann als Preisargument kaum dienen.

  8. Danke für die freundlichen Kommentare.
    Ich verstehe, dass man ohne Kinder im Haushalt nur schwer versteht, wie schnell die 75GB verbraucht sind.
    Es geht da nicht um intensives Torrent-geschiebe, sondern um normale Internetnutzung, aufgeteilt auf vier oder mehr Personen im Haushalt.

  9. Cast says:

    Vielleicht noch zwei Anmerkungen:

    Die Telekom- eigenen VoIP Daten kommen nicht ins Volumen, wohl aber fremde VoIP Datenaufkommen.

    Es betrifft ja nicht nur Familien, sondern auch WG’s. Da viele Dinge an Uni’s/ FH’s mittlerweile online geschehen, bräuchte jeder WG- Bewohne evtl. seinen eigenen DSL Zugang. Schafft künstlich zusätzliche Kunden und Kosten; und wie soll das auch technisch funktionieren?
    Sicherlich kein Vorteil für den Bildungsstand in D.

  10. Ich finde es dreist – auch wenn es mich derzeit nicht betrifft, da wir schon seit über 12 Jahren nicht mehr bei der Telekom sind. Aber wenn ein Provider mit solchem Mist anfängt und durchkommt, fürchte ich, dass bald der nächste nachzieht.

    75 GB erreichen wir derzeit vermutlich nicht (müsste ich mal forschen), es gab aber Zeiten, zu denen mein Mann mehrere Tage pro Woche von daheim gearbeitet hat und allein dafür kam einiges zusammen und ein funktionierendes und schnelles Internet ist dabei ein absolutes Muss.

  11. Hendrik says:

    Die volumenbasierte Drosselung soll von der Filmindustrie ausgenutzt werden, um gezielt Anschlüsse unliebsamer Nutzer abzuschießen — und _ich_ muss mir anhören, ich sei nicht richtig im Kopf, weil ich nicht mit in das Krakele einsteige und die Lage etwas differenzierter sehe. Aua :(

  12. @Hendrik
    Sie wären bescheuert, wenn sie die ungewünschten Torrents nicht abschießen. Das ist so sensationell einfach, dass müssen die einfach machen.

  13. Tobias says:

    Nur mal so: Ich habe (quasi auf dem Land) eine magere 1MBit Leitung.
    Ich komme (mit Frau und 2 Kindern) bequem auf einen Verbrauch von ca. 40GByte pro Monat.
    Natürlich gucken wir keine Streams (ausser Youtube) wg. der schlechten Leitung, aber alleine Programmupdates, Spotify, iTunes (Match) und etwas XBox spielen brauchen halt schon eine Menge.
    75GByte sind ein schlechter Witz…

    LG,
    Tobias

  14. Bio says:

    Nur mal so nebenbei, unabhängig von der Frechheit der Drosselcom.

    Der Auto- bzw Geschwindigkeits-Vergleich hinkt. Gut, im Volksmund und bei der Journaille hat sich „Geschwindigkeit“ eingebürgert, aber es geht hier um die Bandbreite bzw. den Datendurchsatz.

    Geschwindigkeit ist Weg/Zeit. Das ist z.b. Km/h oder m/s. Daten also z.B. Kbit sind kein Weg Kb/s beschreibt nicht die Geschwindigkeit sondern den Datendurchsatz.

    Als Beispiel ein Autovergleich. Die Autos sind die Daten bzw. Datenpakete. Das Internet ist die Straße (Autobahn). Je breiter die Straße, also je mehr Fahrspuren, desto größer der Durchsatz an Autos/Daten zur gleichen Zeit. Straßenbreite = Bandbreite.

    Beispiel (Youtube) Video. Je größer der Datendurchsatz / die Bandbreite ist, umso bessere Qualität (mehr Daten) kann man anschauen in der gleichen Zeit. Ein 5 Minuten langes Video wird durch höheren Datendurchsatz nicht kürzer, nur die Qualität kann gesteigert werden. Es wird auch nicht schneller gesehen – die Abspielgeschwindigkeit und Dauer bleibt gleich. Ähnliches gilt bei der Musikqualität bei jeglichen digitalen Medien.

    Subjektiv wird die Dauer bei einem Download empfunden und mit Geschwindigkeit gleichgesetzt. Das ist aber falsch.

    Greetz

  15. BugBuster says:

    Ach Leute, ganz ruhig bleiben. Die Möglichkeit der Drosselung kommt frühestens 2016! In Neuverträgen wird die Klausel ab Mai 2013 mit aufgenommen, Altverträge bleiben davon unberührt.
    Ihr habt also genug Zeit Euren Traffic mal zu messen bzw. mal in den Router nachzuschauen oder aber im Kundencenter, da soll das ja auch möglich sein bzw. zukünftig.

    Ich bin 6-8 Stunden am Tag online und schaue auch Videos, Musik per Stream usw. und komm grad mal auf 50 GByte im Monat. Das reicht noch nicht mal für den 16er Anschluss, und ich habe einen 25er.

    Das Gerücht gibt es ja schon länger und daher habe ich mich mal umgehört. Ich habe im ganzen Bekanntenkreis nicht einen gefunden bzw. eine Familie die davon betroffen wäre.

    Also, entspannt Euch.

  16. datenkind says:

    Hihi, dann frag mal die Telekom, ob sie deinen nicht verbrauchten Traffic in den nächsten Monat übernimmt. Aber egal, du hast den Artikel anscheinend nicht gelesen … Was ist, wenn dein Verbrauch steigt? Denk mal 3 Tage in die Zukunft … Oder was machste, wenn dir jemand deinen Anschluss zubommt? Ruhig bleiben? Will ich sehen.

  17. Andreas says:

    @BugBuster

    Selbst wenn der durchschnittliche Verbrauch nur bei 50GB liegt, was machst du in Spitzenzeiten? Du bekommst einen iTunes Gutschein und willst dir damit die neuesten 5 Filme anschauen. Ich würde sowas nur HD machen da alles andere mittlerweile stumpfsinnig ist.

    Was mich an dieser Stelle einfach nervt ist die Tatsache das Telekom mit allen Mitteln verhindern will das andere Streaming-Anbieter die Telekom Kunden von den T-Produkten fernhalten könnten. iTunes würde dir da dann schon das Genick brechen. Kennt ihr noch iTunes Match? ;) Viel Spaß mit dem Dienst in der Verbindung mit der Telekom.

  18. Pingback: Langsam erdrosselt - e13.de
  19. Kiki says:

    Ich hab’s ja bei mir drüben schon verbloggt, aber pack’s gern noch mal hier in die Kommentare: als Freiberuflerin (Design & Illustration), die von zuhause arbeitet, keine Konsole hat, keine oder sehr selten Videos/Entertainmentinhalte streamt, aber regelmässig Softwareupdates lädt, gelegentliche Videokonferenzen führt und beruflicherseits größere Bilddatenmengen in die Cloud schaufelt, komme ich aktuell schon auf 100 GB/Monat. Damit wäre ich bei der Telekom dann nach etwas über zehn Stunden — nicht einmal einem typischen Arbeitstag — am Ende.
    Und die Klugschnacker die nun meinen, ich soll mir dann halt einen Businessaccount zulegen, die sollten sich das Kleingedruckte durchlesen: die werden nämlich auch gedrosselt, nur halt ein, zwei Tage später.

    Von den ganzen anderen Dingen wie Verletzung der Netzneutralität und somit Forcierung der Vorratsdatenspeicherung etc. will ich gar nicht erst anfangen.

  20. Pingback: Gestern habe ich die sogenannte “Music Streaming”-Option bei T-Mobile gekündigt. « Lars Reineke
  21. BugBuster says:

    Zitat: Der Ausbau der Netze koste Milliarden, das Datenvolumen wachse exponentiell. Die Preise für die Tarife aber, „kennen […] seit Jahren nur eine Richtung: abwärts und das rasant“.
    Das jeder Provider seine eigenen Angebote schützt ist doch nochmal, schließlich zahlt man ja als Kunde bereits dafür.
    Wenn andere Provider ebenfalls Millarden investieren würden um gemeinsam ein Netz aufzubauen, gäbe es diese Situation nicht. Aber nein, die Mieten die Durchleitung zu Spottpreisen die die Regulierungsbehörde festlegt, welche nicht die echten Kosten decken.

  22. BugBuster says:

    Mal ganz nebenbei, schaut mal ins Kleingedruckte des Vertrages den Ihr jetzt schon habt, da reduziert sich jetzt schon bei den meisten die Datenübertragungsgeschwindigkeit beim VDSL-50-Anschluss auf das Niveau einer DSL-6.000-Leitung, sobald ein Datenvolumen von 200 Gigabyte erreicht wurde.

  23. Holger says:

    @BigBuster

    stimmt, aber der Unterschied zwischen einer Drosselung auf 6.016 kbit/s oder auf 384 kbit/s ist aber nicht gerade gering – das ist ja nur 16 mal so langsam ;-)
    (nebenbei bemerkt ist in den AGBs von 2012 auch schon bei den Fibre-(Glasfaser-)Anschlüssen die Drosselung auf die 384kbit/s aufgeführt)

    Die 200 GB im Monat knacke ich alleine auch immer wieder, auch ohne Tauschbörse. Wird bestimmt ganz spassig für Familien, oder wenn man auf den Anschluß auch mal beruflich angewiesen ist (Home-Office, oder für unsere Politiker: Telearbeit).
    Und wir sind hier jetzt in 2013, das ist vom Datenverbauch auch nicht mit 2010 vergleichbar.

    Ich finde ja, dass bei einer Drosselung auf 6 Mbit/s das argumentieren viel schwieriger fällt, daher: gut gemacht Telekom ;-]

    Das die Telekom aber hier den großen Schritt mit der Absage an die Netzneutralität macht finde ich schon den Hammer. Sicherlich werden alle Telekom-Angebote zu den Managed Services gehören (Video über Enterntain, Telekom-Cloud, Fremanbieter die dafür zahlen…) da ist doch klar wo ich mein Video ausleihe wenn ich beim anderen Anbieter riskiere dass mein Anschluß praktisch abgeschaltet wird.

  24. Trys says:

    Wenn die Familie dies tut: „Vaddi daddelt auf dem Computer… die Kids hängen permanent vor YouTube… die Familie schaut sich Filme auf Amazon Lovefilm an, irgendjemand hört viel Music auf Spotify… Online Gaming verursacht auch permanet Traffic“ – dann bin ich doch eher für die Drosselung. Der Familie wird es gut tun!

  25. BugBuster says:

    Oder ebend mehr Zahlen, wer mehr will.
    Was mich ja, obwohl ich es nicht bräuchte (ja, Stand heute), interessieren würde, wie hoch die Zuzahlung denn ausfallen soll um wieder Highspeed zu bekommen. Daran wird sich dann erst herausstellen, ob die ganze Aufregung gerechtfertig ist.

  26. rr says:

    Na wenn die das etabliert haben dann zahlt ITunes natürlich der Telekom was, damit der ITunes-Store nicht zum Datenvolumen zählt. Die ganzen anderen Content-Anbieter natürlich auch. Das ist doch letztlich das Ziel. Von der Drosselung hat die Telekom im Grunde kaum einen finanziellen Vorteil. So teuer ist der Traffic nämlich gar nicht.

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