Zehn Jahre Twitter 

Ach du meine Güte. Heute ist mein zehnter Twitter-Geburtstag. ZEHN JAHRE!!!! Wahnsinn.

Twitter. Hasen. Einäugige Leoparden. Zauberstab. Ein spitzer Hut.
Twitter. Hasen. Einäugige Leoparden. Zauberstab. Ein spitzer Hut.

Twitter in der Familie

Twitter war heute Thema in der Familie. Fazit der Dame des Hauses zum 10 Jahre Twitter Ding: „Ich weiß noch genau wie nervig das damals war. Ständig neue SMS, ständig hat das Handy gepiept. Furchtbar. Da hatten wir uns quasi gerade erst kennen gelernt und dann sowas.“

Fun Fact: Die Dame des Hauses, mein Vater, meine Schwester und quasi meine Schwiegermutter sind auf Twitter, aber einzig mein Vater schreibt ab und an etwas.

Heute piept mein Handy nicht mehr, aber nach all den Jahren finde ich Twitter immer noch toll. Es ist witzig, es nervt, es ist lesenswert, es ist langweilig, es überrascht mich, es macht mich sprachlos. Alles. Immer. Wieder.

Twitter Damals

Früher gab es legendäre Twitterlesungen, z.B. auf der next09. Ganz großes Kino mit 300 Leuten im Saal, die damals Twitter nicht kannten und nicht gelacht haben. Heute gibt es die monatlichen Lieblingstweets-Listen. Ich habe irgendwann tatsächlich Geld mit Twitter verdient.

Es gab die

Ältere erinnern sich auch noch an den Fail Whale. Damals waren wir alle noch Teil der Twittercharts, heute sind es trotz allem immer noch nur 1 Million aktive Twitter-Nutzer in Deutschland. Inzwischen freue ich mich sehr, dass ich ein eigenes Archiv all meiner Tweets habe.

Zum zehnjährigen Twitter-Geburtstag erschienen bereits diverse Artikel, dieser auf wired.com ist ganz gut.

Twitter Heute

Weiterhin bleibt Twitter in meinem Internet die Quelle überhaupt für News in Echtzeit. Da gibt es nichts, was auch nur ansatzweise in die Nähe von Twitter kommt.

Obwohl sich der Kram auf Twitter in den letzten Jahren drastisch änderte. Zur kleinen Kuschelrunde von damals gesellte sich eine keifende, beißende, immer rechthabende Masse von Honks.

Früher war mehr Chat, heute viel weniger Zeit. Mangels Zeit bin ich heutzutage manchmal extrem genervt, wenn ich im falschen Moment auf Twitter schaue und wieder irgendwelches völlig uninteressantes Zeugs mit nahezu negativer Relevanz diskutiert wird.

Reizthemen gibt es genügend, egal ob Videospiele, irgendwas mit Gender, Klowände (wobei das noch ganz lustig war), Religion, Politik, Erziehung, Impfen, Familie, Militär oder jegliche Art von Gewalt.

Das einzige, was auf meinem Twitter nicht nervt, anders als auf anderen Plattformen, ist erstaunlicherweise Porno. Gibt es hier zwar, sehe ich aber nie. Wenigstens das klappt.

Twitter Features

Was auch völlig an mir vorbei ging ist der Qualitätsfilter (Hahahahahahahahahaha) und quasi jedes neue Feature der letzten fünf Jahre auf Twitter. Ich werde nie verstehen, was dieser Qualitätsfilter machen soll, einzig das URLs und Bilder nicht mehr zu den 140 Zeichen gezählt werden ist für mich spürbar.

Primär war und ist mein Twitter weiterhin ein Quell der guten Laune. Wie in einer brauchbaren Kneipe. Da kannst du dich an den Tresen setzen, einen Drink nehmen und ins Gespräch kommen. Meistens wird das lustig, aber wenn du Pech hast, trinkst du mit einem Versicherungsverkäufer, der dir Vorträge über deine mangelhafte Altersvorsorge hält und dir seinen Scheiß auch noch verkaufen will.

Erstaunlich schwierig ist es, zehn Jahre Twitter mit Tweets zu füllen. Die Suche auf Twitter ist für so etwas völlig unbrauchbar und auch die eigenen Favs kann man bei solchen Zeiträumen vergessen.

Aber es gibt Tweets, an die ich mich aus irgendwelchen Gründen erinnern kann.

Beispielsweise dieser hier, als Twitter vor einigen Jahren einen neuen Chef bekam. Darüber kann ich immer noch lachen:

Oder der Emo im Garten. Daran denke ich jedesmal beim Rasenmähen. Jedesmal. Verrückt.

Mein wahrscheinlich ältester, gefavter Tweet, immer noch toll, unsterblich gut:

Danke Twitter

Danke für all den Spaß auf Twitter und alle Antworten auf gestellte Fragen. Auf die nächsten zehn Jahre.

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