Office News Flash

Seit einer Weile sitze ich nicht mehr alleine im Büro. Zwei freundliche, intelligente und lustige Kolleginnen sind auch da. Das ist super, besonder für mich als Flur-Nerd (in die Nerd-Rolle fällt man in einem Reisebüro sehr sehr schnell, aber das ist eine andere Geschichte).

Ganz neu gibt es im Büro seit gestern ein Phrasen-Board. Ich war im Homeoffice und war dementsprechend nicht involviert, finde die Idee aber toll, denn auch ich habe selbstverständlich meine erste Phrase bekommen.

Die erste Phrase ist ein so wundervoller Volltreffer, die blogge ich.

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Ich , Kerl, bin nicht Multitasking

Das ist überraschenderweise ein echtes Problem, denn ich bin diesbezüglich wie eine Katze. Wenn ich der Katze einen Laserpointer irgendwohin mache, ist alles andere vergessen und total egal. Selbst mitten im Gespräch, allerdings hinkt der Vergleich in Sachen Katze und Gespräch ein wenig, denn Katzen sind nur suboptimale Gesprächspartner, aber sie ahnen vielleicht, was ich meine.

Bei mir ist es glücklicherweise kein Laserpointer, sondern das Telefon, der Rechner oder eines der Smartphones.

Auf einem dieser Dinge passiert irgend etwas und ich bin raus aus, z B einem Gespräch. Egal, ob es um so wichtige Fragen wie Mittagessen, Kekse, Süßigkeiten im Allgemeinen oder einem inzwischen legendären Garderobenständer geht, ich bin dann weg. Faden verloren, wohn gehen wir jetzt? Ach, ich gehe gar nicht mit, weil ich nichts mehr sagte? Määääh, aber ich kann kein multitasking und BINGO!

Selbst das sonst zu Hause übliche, kurze und auch im Halbschlaf mögliche „Ja“, dass man nach Jahren in langjährigen Beziehungen beherrscht, reicht nicht um zumindest den Anschein von Multitasking zu erwecken. Ich arbeite daran und freue mich auf die nächsten Phrasen.

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4 comments

  1. Johannes says:

    Ich, männlich, bin auch nicht multitasking. Fähig.

    Das ist natürlich immer unpraktischer in einer Welt, in der, wie du richtig schreibst, es mittlerweile fast normal ist, dass man nicht nur mit einem Smartphone in der Gegend rumläuft sondern eher mit zwei – bzw. mit Smartphone, Tablet, Smartwatch, Ultrabook und am Ende bald noch mit ins Auge projezierten Augmented Reality Daten aus der Datenbrille.

    Wird einem auch zu einfach gemacht weil die Preise fürs Zweitsmartphone (wenn der Akku mal wieder früher leer ist…) einfach nichts mehr ins Gewicht fallen. Kannst du im Zweifelsfall bei solchen Ohne-Vertrags-Angeboten wie Smartphones unter 200 EUR widerstehen? Ich selten. Die Auswahl ist bei solchen Angelegenheiten selbst bei kleineren Händlern abseits von ebay und amazon schon groß genug: so ein Samsung Galaxy Xcover vom turbado „Grabbeltisch“ mitnehmen, klar, kein Problem, her damit. Und schon habe ich wieder ein Spielzeug mehr.

    Dabei ist es immer nötiger sich genau auf einzelne Sachen zu konzentrieren. In der Beziehung sollte man sich wirklich mal auf den Partner fokussieren. Im Job muss man den tausendfachen Verführungen des Internets widerstehen. Und man sollte auch nicht verlernen, mal ein Buch zu lesen… wer kennt das nicht, dass er eine Seite „gelesen“ hat, aber keine Ahnung mehr hat, was da drin stand? Ich schon, nämlich immer dann, wenn zum Beispiel irgendein neues Geräusch aus der Wohnung nebenan kommt, dass ich noch nicht kenne und auf das ich mich dann seltsamerweise konzentrieren muss. Wie gesagt: Ich, männlich, bin eben auch nicht multitasking.

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