Plattenläden Hamburg vs Berlin

Ich lese ja des Öfteren die Zeit. Seitdem ich in Hamburg wohne habe ich manchmal den Eindruck dass es sich hierbei um den Lokalteil der Hamburger Liberalen handelt. Sehr auffällig wird das an der hohen Zahl von Artikeln aus Hamburg.
Ob es um Verarmung, das Frauenbild, Krankenkassen oder Airbus Aktion geht, oftmals handelt es sich um Hamburger Geschichten.

Zuletzt gelesen im Artikel „Rillen der Liebe„. Ein Artikel der kurz den Stand der Dinge in Sachen Plattenläden aufzeigt.
Es werden Läden aus Köln, Bremen, Berlin, München und eben Hamburg kurz beschrieben und wie es ihnen denn so geht in Musikindustriekrisenzeiten.

Ein schöner Artikel, es macht Spaß zu lesen das es immer wieder Nischen gibt in denen Leute überleben die nicht nur irgendwelchen Ertragswinkeln hinterher schielen.

Aus Berlin werden zwei Läden erwähnt, Hard Wax und dense. Natürlich nur positiv, was sollte man über Plattenläden schon schlechtes schreiben, aber als dann Hamburg an die Reihe kommt, „kilometerlanges Schwelgen“, zwölf Läden, noch mehr in den Seitenstrassen, „höchste Plattenladendichte Europas“, „keine Empfehlung nötig“ sind die Schlagworte für Hamburg.

Als ob es in Berlin nur zwei Plattenläden gibt, so ein Quatsch, so ein Elend, so ein Unsinn.
In Hamburg, in Puckelmuckel Dorf Hamburg sind einfach alle Plattenläden im Schanzen- und Karoviertel weil sonst keiner kommen würde.

Die Kappen vom Dorf kommen nun mal nur in die Viertel und kaufen da ihre Metallica und Pur Scheiben, ergo können sich da auch so viele Plattenläden über Wasser halten. Mir fallen auf Anhieb sechs Plattenläden in Berlin ein die nicht im Artikel erwähnt wurden.

Lieber Autor, wenn du das hier liest, Hamburg Musik ist toll, die Läden hier sind auch super, echt spitze teilweise, aber es gibt in Berlin mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erheblich mehr Plattenläden als in Hamburg.
Inzwischen sind mir beim tippen noch mal sechs eingefallen, macht also, ohne jede Recherche bereits zwölf Läden…
Lieber Herr Ulrich Stock, vielleicht sollten Sie noch mal nach Berlin fahren, mich mitnehmen und wir schauen uns ein paar Plattenläden an, vielleicht zahlt die Zeit noch einen Artikel?

Rillen der Liebe, Teil zwei?
Wird ein Heidenspaß, wir könnten so tun als ob wir von der Zeit kommen und einen Artikel über Plattenläden schreiben wollen. Oder wir suchen einen Drehort für High Fidelity Teil 2.
Plattenläden Hamburg vs. Berlin: Gleichstand.

Berlin hat eine gigantische Auswahl die aber über der ganzen Stadt verstreut ist, hingegen man in Hamburg zu Fuß an allen Läden vorbeikommt.

5 comments

  1. U.S. says:

    Wow, lieber Sven Dietrich: So schnell schon angekommen! In Hamburg findet man nämlich immer alles schlecht. Man könnte den Artikel ja auch so lesen: In Berlin sind zwei Läden namentlich erwähnt und ausführlich geschildert – in Hamburg nicht einer. Vielleicht weil nicht einer so gut ist wie die namentlich erwähnten? Die Passage über Hamburg ist die kürzeste im ganzen Text… Viel mehr Text über Bremen, wo nun nachweislich weniger los ist.
    Also, wenn ich meinen eigenen Text deute, komme ich zu einer anderen Lesart. Aber das ist ja auch schön in Hamburg: Wir sind sehr liberal, und jeder findet, was er will. In diesem Sinne finde ich gern neue Plattenläden, wo auch immer. Vielleicht gibt’s in diesem Blog ja bald eine Liste mit heißen Tips.
    Beste Grüße, U.S.

  2. jc aus hh says:

    empfehlenswerte hamburger Schallfolienvertretung:
    http://www.undergroundsolution.de
    (lange dabei und für deephouse-kollegas gut sortiert, leider sehr schwach im minimal Bereich)

    Den Schanzen-Schrott kann man getrost vergessen, es sei denn man steht auf unsortierten Flohmarktscheiss oder Surf.

    In hannover (!!!!) übrigens gibt es vielleicht nicht so viele plattenkisten aber dafür ist die Trefferquote höher und man geht mit mehr als nur einer „ganz-okayen“-12″ nach Hause.

    cheeerz
    jc

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