Geburts-Tag

3:15 Uhr. Irgendetwas drängelt sich in meinen Tiefschlaf und fordert Aufmerksamkeit. „Geburtstag“, „gibt es Geschenke?“ „vorher ein Kaffee, das wäre fein“ denke ich.
Ich habe vor dem Fernseher in meinen Geburtstag rein ge-televisioniert. Wie das so passiert, mit 36 Jahren. Ich war dementsprechend so ganz und gar nicht ausgeschlafen, als ich um 3:15 Uhr geweckt wurde. Trotz Geburtstag und Geschenke.

Allerdings ändert sich innerhalb von Sekunden schlagartig die Gesamtsituation, Auslöser dafür war der Hinweis: „Ich glaube, Du bekommst ein Kind zum Geburtstag„.
Das hatte ich an den 36 Geburtstagen zuvor noch nie gehört.

Um 3:30 Uhr sitze ich vollständig angezogen in Jacke, Weste, Mütze, Schal und allem in der Küche, habe bereits den ersten Kaffee intus, kurz ERSTER getwittert und bleibe auf Wunsch von A. ruhig, sie muss erst duschen und alles.

Ich bin die Ruhe selbst, ein einziger ZEN-Garten sensationeller Gedanken wie „verdammt, hatten wir uns eigentlich auf einen Namen geeinigt?“, „Muss ich das Auto freikratzen? Gibt es Kaffee im Kreissaal? Muss ich den Geburtstag-Tisch im Blockhouse absagen (das schöne Tischfeuerwerk)? Was ist denn nun mit meinen Geschenken? Wo bleibt die Oma?“, etc. Was man eben so denkt, wenn absehbar ist, dass man gleich wieder Vater wird.

Im Krankenhaus war es dann wie erwartet. Alle sagen, dass es beim zweiten Kind viel schneller geht und ja, die haben alle Recht. Einsetzen der Wehen bis Kreissaal geht schneller als einmal um den Block zu laufen.

Um 11:15 Uhr sage ich noch „sollen wir nicht langsam mal in den Kreissaal gehen?“ und um 11:49 Uhr war es dann soweit.

T. Dietrich kam zur Welt.
56cm groß und 4155 Gramm schwer.

Mutter und Kind gesund, ein schöneres Geburtstagsgeschenk kann es gar nicht geben.

Geburts-Tag

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