Lohnt sich das neue AMP für WordPress?

Automatic und Google haben neulich zum ersten Mal eine „finale“ Version des AMP Plugin für WordPress veröffentlicht, siehe The Official AMP Plugin for WordPress

Habe das, mal wieder, ausprobiert und geschaut, was sich seit einer der ersten Versionen, vor gefühlt drei Jahren, getan hat und wie viel Arbeit ich investieren müsste, um mein WordPress Blog AMP ready zu machen.

Screenshot des AMP für WordPress Plugins.
Screenshot des AMP für WordPress Plugins.

Native AMP Mode

Habe mich gefreut, dass AMP für WordPress jetzt wahlweise ohne diese bekloppten /amp oder /?amp URLs funktioniert. Das war damals der Showstopper für mich, ich wollte nicht alle URLs doppelt, einmal mit und einmal ohne /amp, haben.

Das nennt sich „Native AMP Mode“ in AMP für WordPress und damit ist quasi das gesamte Blog, alle Seiten und alle Posts, AMP-ready. Es gibt dann nur noch die AMP Version, man kann das für einzelne Seiten/Posts auch deaktivieren. Das ist anders, als bei anderen Plugins.

50kb CSS max.

Ebenfalls schaut das AMP für WordPress Plugin auf das CSS und schneidet bei 50kb CSS gnadenlos ab, alles danach wird nicht mehr genutzt, siehe How AMP Achieves its Speed

Alleine dieses Detail wird so unfassbar viel Alarm machen, denn welches multi-purpose Theme mit Slider, Buttons, Custom Post Types, Page Builder und Font Awesomeness schafft es heutzutage, mit weniger als 50kb auszukommen? Eben. Kein einziges.

Die Idee an sich ist selbstverständlich ziemlich gut und kann Webseiten drastisch, ja erheblich beschleunigen.

GeneratePress

Dieses Blog hier ist, Dank minimalem GeneratePress Theme, bereits sehr schnell. Mit AMP für WordPress wird es tatsächlich nochmal spürbar schneller. Alles passiert dann sofort. Wirklich sofort, es gibt keinerlei Wartezeit mehr. Faszinierend.

Google Tag Manager

Falls man aber, wie ich, mit dem Google Tag Manager arbeitet und Sachen wie Scroll Tracking, Outbound Link Tracking, real Time on Site Engagement Tracking, Content Grouping und Custom Dimensions mit Hilfe des Tag Managers in Google Analytics erfasst, tja, dann lohnt sich das alles leider nicht.

Zu viel Aufwand

Denn ich müsste das ganze Geraffel im Tag Manager in einem neuen AMP-Container von Hand neu bauen. Den ex- und Import von einem normalen zu einem AMP Container gibt es im Tag Manager nicht.

Dazu kommt noch, dass ich noch nicht weiß, ob der ganze Kram in AMP überhaupt funktioniert. Ich habe hier keine fiesen Sachen eingebaut, ich verzichte auf alles externe wie Google Fonts, Font Awesomeness oder externe Share Buttons. Ich nutze nur Google Analytics, sonst nix.

Aber mir fehlt die Zeit um nur das ganze Analytics Gelöt umzubauen. Falls man mehr als die oben genannten Sachen im Tag Manager hat, dann wird es kompliziert und ich wünsche viel Spaß (mein Beileid).

Für wen sich AMP für WordPress lohnt

Falls du aber ein WordPress Blog ohne Google Tag Manager im Einsatz hast und eine überschaubare Anzahl an plugins nutzt, dann lohnt sich das auf jeden Fall.

WordPress wird mit dem aktuellen AMP Plugin tatsächlich extrem schnell und diese komischen /amp URLs gibt es nicht mehr.

Es braucht etwas Zeit und viel Geklicke, denn man baut seine Seite mit AMP für WordPress quasi einmal komplett neu.

AMP einzubauen ist definitiv kein „Plugin installieren und aktivieren, erledigt“ Job, das dauert, denn etliches ist erstmal kaputt oder sieht anders aus.

Trotzdem kann man das mal ausprobieren. Niemand will langsame Webseiten haben und schneller als mit AMP wird WordPress erstmal nicht.

Nachteile

Es gibt, abgesehen davon, dass man seine Webseite im Prinzip komett neu baut, noch weitere Nachteile, die aber eher im Bereich „the Big Picture“ liegen. Details dazu bietet dieser hervorragende Google AMP – How to Implement it in WordPress Artikel.

Wenn man damit leben kann, dass man quasi ALLES an Google und Co gibt und man eine erfolgreiche Webseite braucht, dann sollte man das mal ausprobieren.

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