Drei Tage Berlin, #rp19

Kinder, war das schön gewesen in Berlin.

Stichwortartige Sammlung von Notizen, primär für mich, alles nur tl;dr…

Wahnsinnig viel über Umwelt, Systeme, Zustand der Welt und allem gelernt, bzw zum ersten Mal überhaupt gehört. Zusammenfassung: die Welt ist total am Arsch, aber es besteht tatsächlich noch Hoffnung, da nicht nur die Probleme, sondern auch die Lösungen expotentiell ablaufen.

Fliegen ist Out. Wer fliegt, zerstört aktiv die Erde. Bahnfahren und Webex sind das neue Ding. Vorgenommen, Flüge maximal zu vermeiden.

Fliegen ist wirklich richtig am Arsch und es wächst eine ganze Generation heran, die Dank Friday for Future genauso denkt.

TUI (ein Partner der rp19) war mit Sessions vertreten. TUI Schweden macht richtig dick Werbung für nachhaltiges Reisen und steuert gehen „fliegen ist scheiße“ an. Greta Thunberg sei Dank hat die Reisebeanche da ein Problem.

Die Session des TUI Nordics (Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland) Chef war cool, denn in den Nordics gibt es den ganzen „so und so könnte man das Digital machen“ Kram schon. Immer Sessions mit Nordics und China besuchen, bei denen ist die Zukunft schon da.

Überlegt, dass eine Re:publica Schweden sehr kurz wäre, denn die sagen dann „haben wir schon, so what?“.

Zum ersten Mal überhaupt von synthetischen Treibstoff für Flugzeuge gehört. Was faszinierend ist, denn immerhin arbeite ich quasi in einem Reisebüro. Der Chef von atmosfair hat im Video schlaue Sachen gesagt.

Auch spannend: wenn fliegen wirklich so im Arsch sein sollte, wie es sich nach drei Tagen rp19 anfühlt, braucht die ganze Branche bald einen neuen Job, denn da fehlt dann plötzlich sehr viel Geld.

Diese Non-Binary Geschlechter Debatte, Schilder, Fragen, war spannend. Also das Ding mit dem Geschlechter-Spektrum und so, ich hatte dazu ausgesprochen interessante Diskussionen am Abend und bekommen via Twitter weiter Zeug zum Thema zugesandt. Faszinierend. Noch nie so gesehen. Ist aber völlig egal ausserhalb von Berlin, bzw in meinem Alltag und wird wahrscheinlich erst beim nächsten Besuch in Berlin wieder Thema.

Gelernt, dass es in Hamburg auch einen Radentscheid geben wird. Warum Hamburg einen Radentscheid braucht. Finde ich sehr gut. Nur so geht es. Da mache ich mit.

In Berlin erstaunlich viele Männer mit weißen Tennissocken und / oder so umgekrempelten Hosenbeinen gesehen. Mir völlig unverständlich, Tennissocken sehen noch nicht Mal ironisch irgendwie gut aus.

Gefreut, dass diese ganzen digitales Tüdeldü Themen, bzw die ganze Re:publica inzwischen von 50% Frauen besucht wird. Das war früher völlig anders und das ist ziemlich cool.

Gelacht, dass sich die eine, besuchte Instagram Session wie ein Douglas-Verkäuferinnen Treffen anfühlte. Da sahen alle irgendwie sehr ähnlich aus und es „roch“ tatsächlich nach irgendwas anstatt einfach nur nach „viele Menschen in einem Raum“ zu stinken.

Etliche Sessions, z.B. mit Sigi Maurer, Frau Künast oder Luca Hammer (uvm) diskutierten in irgendeiner Form Trolle, Diskriminierung, Hatespeech, etc. Wahnsinn, was die alles abbekommen. Da sitze ich dann jedesmal sprachlos und raffe nicht, was mit den Leuten kaputt ist, die sowas machen. Wie viel Zeit einige dafür aufbringen (über 400 Tweets am Tag! manuell, ohne Bot, wochenlang), alle total bekloppt.

Ich habe die Maus gesehen und mit der Maus programmiert. Die machen coole Sachen beim WDR und es ist sensationell, wie die Maus funktioniert, denn jedes, wirklich jedes Kind bleibt da stehen und freut sich. Toll. programmieren.wdrmaus.de

Ich war, nach acht Jahren, Mal wieder auf einer Twitterlesung und hatte teilweise viel Spaß.

Habe Moby Dick Fehlerlesen gemacht und immerhin 90 Sekunden durchgehalten. Wurde aber gelobt von Zuhörern für meine Vorlesestimme.

Habe ein echtes Flugtaxi gesehen und naja, was soll man damit?

Beim ZDF gab es eine Sammlung alter Konsolen zum spielen und im SNES Mario Kart endlich auch Mal etwas gewonnen.

Die tincon war auch, da gab es erheblich besseres Essen als auf der rp19. Die Tochter eines Bekannten hatte sehr viel Spaß auf der tincon und wenn da wirklich 2000 Leute waren, dann ist das ein Knaller, denn das funktioniert. Applaus.

Schlimmste Grafik von allen war diese hier. Denn egal was wir alles machen werden, die Korallenriffe sind am Arsch. Die sind bald alle weg. Für immer. Alle. Krass, oder?

Dann war Astro Alex da und lieferte eine erstaunlich unterhaltsame Show ab und zeigte Disketten mit Windows 95, die auf der ISS rumflogen. Also die flogen wirklich, weil schwerelos, … ach egal. Der Typ ist Profi auf der Bühne und dieses Mal waren sie zu dritt und das war toll.

Ziemlich super war die Nutzung des Lokschuppen vom Technikmuseum. Tolle Location und die Idee des streamen aus überfüllten Session heraus war wirklich gut. Hier Axel Voss im, ähm, Gespräch mit Markus Beckedahl. Der Moderator hat die Show gerettet. Das war sehr unterhaltsam denn beide sind jeweils die sich im Recht.

 

Aufwendigste besuchte Session war, mit Abstand, die VolleHalle. Das war großes Kino mit zahlreichen Videoeinspielern und allem. Applaus. Tolles Ding.

Größter Nerv der rp19? Die WordPress App auf Android. Seit kurzem zerstört die verdammte App die Formatierung beim Schreiben und das nervt wie Sau. Einer der Gründe, warum ich gar nichts gebloggt habe, denn die Drecks-App hält mich auf.

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