Urlaubstagebuch. Tag 7. Freitag.

Dings mit Hörnern im Tierpark Donsbach

Foto: Kein Tiger, aber mit Hörnern. Some rights reserved

Einer der ruhigeren Tage.
Kind hatte offensichtlich Heimweh. War anhänglich. Darum vormittags viel in der Wohnung mit Playmobil und Bauklötzen gespielt. Später dann Fußball im Garten mit dem Kleinen und Opa und Oma im Wechsel.

Inzwischen fetzt Fußball mit dem Lütten. Er trifft nicht nur den Ball, er schiesst auch mehr oder weniger gezielt in eine Richtung. Also im Sinne von „dahin soll der Ball“, was dann die Kombination aus Füßen, Augen und Bewegen macht, ist manchmal etwas anderes, aber das ist ja der Witz am Spiel. Und überhaupt, er kann schiessen. Sogar mit Links. Alles super und wir hatten viel Spaß. Vier Leute auf der Wiese im Garen, ständig Bewegung, Ball holen, in den Teich schiessen, mal mit Hund, mal ohne Hund, Ball in den Büschen, an Omas Fenster, auf dem Dach, u.s.w. Bewegung am Morgen kann ja nicht schaden.

Mittagsruhe auf dem Sofa, wie jeden Tag. Ich kraule, penne ein und wache verknotet und mit eingeschlafenen Armen und Beinen auf dem Fußboden auf. Funktioniert. Auch wenn es garantiert desaströs bescheuert aussieht, wie ich mich in der Situation vom Fußboden erhebe. Königliche Erhabenheit ist anders.

Am Nachmittag den Tierpark Donsbach besucht und dort entfernte Verwandtschaft getroffen. Im Tierpark Donsbach gibt es Berge (für Kinder aus Hamburg grenzt das an Hochgebirge), Wildschweine, so lehrpfadähnliches Zeug, ein Hörrohr und witzigerweise unfassbar viele Waldmäuse. Großes Mäusekino, noch nie so viele in freier Natur gesehen. Es gibt, ausser den Mäusen, noch irgendwelche Rehe, Ziegen und Hasen und alle anderen, die ich gerade vergessen habe. Ein Wildschwein stand plötzlich hinter dem Kind, hinter dem Zaun. Großer Schreck, das weiß er heute (das heute-heute) noch.

Sehr schade, dass der Tierpark Donsbach keine Webseite hat. So etwas verstehe ich ja überhaupt nicht.

Auch schön: Heute ging das Handy aus.
Dank meiner nicht funktionierenden Rufnummernmitnahme bin ich jetzt erst einmal offline. Eine sehr, sehr, SEHR gute Sache im Urlaub. Natürlich hatte ich mich kurz geärgert, aber es geht alles auch ohne Handy.

Am Abend wieder Skype mit Mutter. Sogar mit Vorlesen. Einer dieser #Hach-Momente. Schöne Sache das Internet, noch schöner die Leute, die manchmal aus dem Internet mit mir reden.

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