Schwarzfahren Hamburg vs. Berlin

Kinder, der beliebte Berliner Volksmund schäumt!

Berliner Jugendrichter fordern Schwarzfahren nur noch als Ordnungswidrigkeit zu behandeln oder Hartz-IV-Empfänger gratis fahren zu lassen. Das ist ein Knaller und der Volksmund dreht sofort durch und keift „WENN DIE NIX ZAHLEN ZAHL ICH AUCH NIX“ durch den Raum. Das kann ja heiter werden.

Ich persönlich finde es mehr als sehr gut, Empfängern von ALG II und Sozialgeld mit BVG Karten zu versorgen. Das spart den Staat immense Kosten und ermöglicht eine Teilnahme am Leben. Ich bin dafür.

Ausführliches Anschreien von Menschen, die lieber die Klappe halten sollten finden sie auf Tagesspiegel.de in den Kommentaren zum Artikel: Richter wollen keine Anklagen gegen Schwarzfahrer mehr.

Die Kommentare sind bereits auf dem … S-Bahnfahren ohne Ticket zusammen auf eine Stufe mit Sex mit … , und Korruption … Niveau angekommen.

Wenn ich rechne:

Wer seine Strafe nicht bezahlen kann oder will, wird zu einer „Ersatzfreiheitsstrafe“ verurteil. In der JVA Plötzensee sitzen ca. 170 Insassen wg. Schwarzfahren. Kostet am Tag 80 Euro pro Gefangenen.
Macht 13.600 Euro, bzw. 3022 Tageskarten im Ermäßigungstarif pro Tag. Mmmmh.

Eine Anzeige erfolgt nach dreimal Schwarzfahren. Der Theorie nach werden nur die chronischen Schwarzfahrer angezeigt. Bei ca. 18.000 Anzeigen im Jahr sind es ca. 50 Anzeigen am Tag.

Ich weiß nicht, aber das rechnet sich doch alles gar nicht, oder? Macht das evtl. sogar Sinn, das Schwarzfahren nur als Ordnungswidrigkeit zu behandeln?

via lawblog.de: Berliner Richter haben Schwarzfahrer satt

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