Reisetagebuch Fort Lauderdale. Tag 1

Das war gestern ein sehr sehr sehr langer Tag. Ich war irgendwas um 24 Stunden wach. Ich werde alt, ich merke sowas.

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Der Flug mit air Berlin ist eher so Mittel bis mies. Kann ich nicht empfehlen. Klar, der Flug ist etwas preiswert und das Personal trotz allem super freundlich und hilfsbereit, aber das Essen war eine Katastrophe (ernsthaft, das war echt mies schmeckende Pampe, salzig, sehr kleine Portionen, einfach schlecht), der Flieger ist wahnsinnig eng, sehr voll, sehr laut, alles irgendwie sehr sehr unentspannt.

Einzige Rettung: mein Buch und meine Urbanears Kopfhörer. Die schotten ab und ich habe mich durch die kleine Film Auswahl gesehen.
Peanuts –  grandioser Film. Absolute Guckempfehlung. Tolle Musik, super Witze, für Erwachsene wie Kinder. Den muss ich nochmal mit der Familie anschauen (Notiz für mich: laut lachen, im Flieger, mit Kopfhörer, ist eher so suboptimal. Aber den gackernden Kinder, die den Film gesehen haben, war das egal)
Star Wars, James Bond und irgendwas anderes gesehen, schon wieder vergessen.

Aber echt, air Berlin Langstrecke fliegen ist kein Erlebniss.

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Von Hamburg ging es erst nach Düsseldorf, von Düsseldorf dann nach Miami. In Düsseldorf bin ich 90 Minuten im Kreis gelaufen vor langeweile beim warten.

In Miami bin ich ebenfalls eine Stunde gelaufen, aber nur um von a nach b zu kommen. Ewig lange Wege, mit Passkontrolle an so Automaten, die halbwegs automatisch die Einreise kontrollieren, was aber bei mir nicht funktioniert hat. Es gibt aber überall sehr hilfreiches Personal, anders als bei uns. Hier steht wirklich überall jemand rum und hilft weiter. Das war toll.

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Die Einreise, Kontrollen und alles waren gar nicht so schlimm wie erwartet, das war alles ganz normal und entspannt.

In Miami dann zum ersten mal das Gebäude verlassen und boah, ist das hier warm. Richtig warm. Für jemanden aus Hamburg eher ungewohnt, ich besitze schließlich keine große Auswahl an Sommerkleidung, weil Hamburg! Aber hier? Richtig warm. Palmen, tote Leguane am Straßenrand, überall zirpt es.

Zweiter erster Eindruck: die Karren! Alter. Ich stand rauchend neben der Abholzone am Flughafen und das ist schon krass, mit welch RIESIGEN Autos die hier alle unterwegs sind. Und nicht nur vereinzelt, sondern ALLE. Einfach jeder hat hier ein Auto, dass riesengroß ist. Faszinierend.

Ich wartete am Flughafen auf eine Kollegin aus Holland und zusammen sind wir dann mit dem Zug von Miami nach Cypress Creek gefahren. Der Zug war auch ein Erlebnis. Die haben hier irgendwie drei oder vier unterschiedliche, getrennte Bahnen, kapiert habe ich das nicht, aber unser Zug war beeindruckend, denn der wurde primär von Rost zusammen gehalten.

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Kein Wunder, daß die Bahn in USA einen so schlechten Ruf hat. Das Publikum im Zug war auch ganz großes Kino. Sehr sehr laut, alle waren am Handyspielen, telefonieren, sehr sehr anders als bei uns. Und die Leute. Kann ich hier nicht schreiben, aber das war alles ganz großes Kino. Während der Bahnfahrt viel Landschaft gesehen. Viele Boote, Kanäle, sehr sehr viel Müll, schrott, kaputte Häuser, alles wirkt wild und bunt zusammen gewürfelt, keine Identität, wie so oft in der Welt. Es war wirklich erstaunlich dreckig, hatte ich nicht gedacht.

Wir zwei Europäer machten dann das, was nur Europäer machen: wir sind gelaufen!

Von der bahn bis zum hotel. Das war nur ein Kilometer aber holla, das war der lustigste Spaziergang jemals, denn die haben hier zwar überall Straßen, aber nicht für Fußgänger. Das war komisch, denn die Gehwege, wenn überhaupt vorhanden, sind winzig.
Gelernt: alles mit dem Auto machen. Laufen funktioniert hier nicht wirklich. Totaler Quatsch.

Im hotel dann so hotel Sachen gemacht. Einchecken, duschen, einmal rund laufen, einen Burger mit pommes gegessen, noch einmal herum gelaufen um uns wach zu halten und dann, nach einem wirklich langen Tag, ins bett gefallen und komatös bis immerhin um 5 Uhr geschlafen.
Fun Fakt. Im hotel brauche ich eine Jacke, denn drinnen ist es überall eiskalt. Die gehen hier echt steil mit ihren Klimaanlagen.

Das war ein toller Tag.

Plan für heute:

Online meeting. Das wird super. Kleine Gruppe, da wird gerockt. Keine Politik, sondern getting things done.

Einen Supermarkt besuchen. Wahllos irgend welches unbekanntes zeug einkaufen.

Am Abend ausgehen mit der kleinen Gruppe. Könnte klappen, auch wenn heute viele der 180 (oder waren es 160?) Teilnehmer anreisen. Aber heute abend ist unser einziger „freier“ Abend.

Einmal den Strand sehen, also mit Taxi ans Meer fahren.

In den Pool springen.

Auf dem Handy geschrieben mit WordPress für Android, um 5 Uhr Ortszeit

2 comments

  1. Da fehlen noch mindestens 10 Geocaches auf der Liste ;-)

    Laufen funktioniert „drüben“ wirklich nicht. Wir waren mal in einem Shopping Center und wollten erst in den Laden am einen Ende, dann in den am anderen. Außer mit dem Auto war das fast nicht möglich. Klimaanlagen sind immer auf „kurz über dem Gefrierpunkt“ eingestellt. Scheinbar muss das so.

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