Radio Kleinstaaterei vs. Die große weite Welt Teil 5

Das ist ja mal ein Ding. Ab 2007 soll für einen PC auch GEZ Gebühr gezahlt werden.
siehe auch: Das Internet wird gebührenpflichtig!
Ich will mich jetzt nicht zu sehr über die GEZ aufregen, das machen andere, viel gravierender finde ich das es kaum möglich ist Radio per Stream innerhalb Deutschlands zu empfangen.
Zumindest zur normalen Arbeitszeit ist der Stream von Radio Eins permanent voll.
Ich hatte bereits vor einer Weile an die Admins gemailt und wollte wissen wieviele Nutzer sich den Stream anhören können, die erschreckende Antwort war: 400 für alle RBB Anstalten.
Das dies absolut Lachhaft wenig ist muss man nicht extra betonen, schlimm auch das die Admins meinen das absolut nichts daran geändert werden soll.
Ob das ab 2007 besser wird? Schliesslich zahle ich dann für Empfang per Internet, rein theoretisch zumindest.

Heute morgen habe ich die GEZ und diverse Empfänger beim RBB angemailt und es kam tatsächlich eine Antwort.

„hallo herr dietrich,

ich hoffe, dass mit der ausweitung der gez auf computer auch die verpflichtung der öff.-rechtl. sender einhergeht, dafür zu sorgen, dass man die radioprogramme auf dem rechner per internet empfangen kann. ich persönlich würde es sehr begrüßen, die bandbreite zu erhöhen, allein am geld mangelt es.

wie diese regelung dann aber ausgelegt wird, müssen andere gremien entscheiden. es ist derzeit so, dass man auch für einen fernseher gez bezahlen muss, auf dem man nur videos abspielt. das ist der gez egal. es kommt wohl darauf an, dass man könnte, wenn man wollte.

jedermann kann schon jetzt öff.-rechtliches radio und fernsehen auf dem computer empfangen – zwar nicht unbedingt per internet, aber per tv- und radiokarte. sie bemerken die problematik!

dazu kommt, das beispielweise der rbb die gez-gebühren der berliner und brandenburger kassiert und sich damit verpflichtet, für diese gebührenzahler ein fernseh- und radio-angebot zu machen – nicht aber für den rest der welt. dies ist in hinblick auf die karten (auch dvb-t gehört dazu) schon jetzt auch für computer der fall. ob diese regelung deutschlandweit ausgeweitet wird, bleibt zu klären. der rbb wird u.u. so argumentieren: warum soll der sender für eine weltweite erreichbarkeit sorgen und mittel dafür zur verfügung stellen, die von den brandenburgern und berlinern zur verfügung gestellt werden, die davon letztlich nichts haben. im gegenteil: das geld, dass für das senden auf x verschiedenen kanälen ausgegeben werden muss, fehlt bei der programmgestaltung.

sie merken, dass ist ein sehr komplexes thema. ich selbst kann auch nur spekulieren.

nähere infos dazu kann sicherlich die gez geben – www.gez.de

beste grüße,
(ein herr vom rbb )

So wie es aussieht wird sich also ersteinmal nichts ändern, schön weiterköcheln mit der elenden Kleinstaaterei, jeder für sich, nix mit world-wide irgendwas, bis zur Landesgrenze schauen und Klappe runter.
Ausser teuer wird das wohl nix.
Schade eigentlich.
Vielleicht sollte man es wie Malcolm machen.

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