Kinderflohmarkt Hamburg – so funktioniert das

Kinderflohmarkt - so funktioniert das!

Foto: Kinderflohmarkt – so funktioniert das!

Meine Familie wollte wissen, was es mit den Nummern bei diesem Kinderflohmarkt auf sich hat. Ich hatte neulich etwas von Nummern geschrieben.

Ein Kinderflohmarkt unterscheidet sich elementar von einem normalen Flohmarkt. Das hat nichts zu tun mit dem normalen Flohmarkt Chaos und Ramsch an allen Ecken und Enden – nein, Kinderflohmärkte sind nahezu perfekt organisiert. Ein Ereignis, bei dem Mutter (und Väter) in kürzester Zeit sämtliche materiellen Bedürfnisse für ein Kind bedienen können.

Das funktioniert mit den Nummern. Jedes Kind hat eine Nummer. Kurz nach der Geburt ist Kind 50 oder 52, dann kommt irgendwann die 68. Wir kaufen jetzt schon in 74, es kann nicht mehr lange dauern, bis die 68 zu klein ist.

Kinderflohmarkt Klamotten

Foto: Kinderflohmarkt Klamotten uploaded by svensonsan

Alle! Teilnehmer des Kinderflohmarktes nähen vorher in jedes! Teil ein kleines Schild mit ihrer Verkäufernummer ein und packen es anschließend auf den entsprechenden Nummernhaufen. Das ergibt einen sehr, sehr großen Berg an Klamotten in Größe 74, 68, u.s.w., die auf sehr großen Tischen in einer sehr großen Turnhalle liegen.

Das faszinierende an so einen Kinderflohmarkt ist die bereits erwähnte Efizienz, mit der einige Mütter diese Stände abgrasen, die Kleidung durchblättern und innerhalb von Minuten mal eben 30 neue Kleider kaufen. Das ist so faszinierend. Echt jetzt, das muss man mal gesehen haben.

Es ist voll, es ist laut, es sind viele Kinder da und in diesem Ameisenhaufen wechseln Tonnen von Kleidung ihren Besitzer. Finde ich gut, ist doch nichts so ökologisch wie die Second-Hand Klamotten. Die sind bereits mehrfach gewaschen, spart Rohstoffe und vor allem spart es jede Menge Geld.

Beute Kinderflohmarkt

Foto: Beute Kinderflohmarkt uploaded by svensonsan

Wir haben 30 60 70 inkl. Bauklötze 170 Teile für knapp 80 Euro gekauft. Das ist im Laden nicht möglich und das Kind ist für die nächsten Monate mit Klamotten sehr gut ausgestattet.

In Berlin habe ich mind. 50 Mal selbst auf dem Flohmarkt verkauft aber niemals habe ich einen Flohmarkt gesehen auf dem so unglaublich viele Sachen verkauft wurden.

Jeder Besucher bekommt am Eingang einen gelben Müllsack und innerhalb 30 Minuten ist der voll. Ein ganzer Sack voll! Wann bitteschön kauft man einen ganzen Sack Zeug? Oder geht ihr Samstag los und verabschiedet euch mit den Worten „Schatz, ich kaufe noch einen ganzen SACK voll Zeug?“ – Eben, das macht man nie. Aber auf einem Kinderflohmarkt geht das und es macht Spaß.

Im Video sieht man meinen ersten Eindruck des Flohmarktes. So sieht das in echt auch. Es wirkt jetzt gar nicht mehr so schlimm, aber als ich in die Halle kam musste ich kurz innehalten. So etwas kannte ich nur aus dem Fernsehen, aus den 80er, als in der Tagesschau die Wühltische zum Winterschlussverkauf gezeigt wurden.


Flickr-Video Kinderflohmarkt in Norderstedt

Faszinierende Sache so ein Kinderflohmarkt.

Einen kleinen Tipp habe ich auch noch:
Falls ihr auf Spiele, Gesellschaftsspiele und Brettspiele steht, dann ist ein Kinderflohmarkt eine sehr gute Idee. Anstrengend, aber es gibt Berge von Spielen, die niemand kauft, da die Mütter sich eigentlich nur mit den Klamotten beschäftigen. Videospiele gibt es erwartungsgemäß so gut wie keine. Klar, welches Kind will die schon verkaufen?

Das war ein toller Tag und mit unseren Säcken konnten wir noch Kuchen (1 Euro) und Kaffee (50 Cent) geniessen. Immer wieder toll und ich freue mich schon auf den nächsten Babyflohmarkt.

4 comments

  1. jovelstefan says:

    Ein Drama. Stress am Sonntag. Ich kann nicht gut mit Stress am Sonntag. Mir vergeht gerade die Lust aufs Kinderkriegen. Gibt es daneben vielleicht ne Bar mit Premiere? Dann kann Mann Fußball gucken (gerne auch mit Kind), während Frau Säcke kauft. Das würd ich dann mitmachen.

  2. osbo says:

    Hallo,
    wir waren auch da. Supersache. Wir sind fast jedes WE auf Kindeflohmärkten, weil es so viel Spaßß macht. Der hier ist natürlich super, weil alles so toll übersichtlich ist. Einziger Nachteil: man kann nicht handeln.

    Wir würden gern zum Nächsten wieder hin, nur wir wissen nicht mehr, wann der Nächste ist und wie diese Halle hieß. könnt ihr helfen ?

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