Ich akzeptiere pegida nicht

Mehrfach begonnen, einen Verriss dieser pediga Demo-Sache zu schreiben.

Angesichts an mir unbegreiflicher Ausmaße an Schwachsinn gescheitert.

Fazit bislang: Ich akzeptiere pediga nicht.

Da gehen braune Massen zusammen mit unwissenden und ängstlichen Muddis, Vaddis, Omas und Opas auf die Straße. Die rufen dann „wir sind das Volk“ und alle sind irgendwie gehen die Islamisierung der Gesellschaft. In Dresden. Einer Stadt mit nahezu keinen Ausländern. Aber erst mal sind alle gegen die nicht anwesenden Ausländer, weil schlimm. Alle sind dagegen, dass jemand anderes einfach so Geld vom Staat bekommt. Das ihr in Dresden Millionen Euro an Arbeitslosengeld-, Hilfe, Soli- und was weiß ich noch bekommen habt – egal. Das lasse ich hier weg, denn dann macht es noch mehr Kopfschmerz.

Schlimm ist, dass ihr euren Schwachsinn  in der Vorweihnachtszeit macht. Falls ihr Deppen es vergessen haben solltet, es geht an Weihnachten auch um Nächstenliebe. Nächstenliebe ist eine tolle Sache, aber das habt ihr, die ihr auf der Straße gegen andere Menschen demonstriert, leider vergessen.

Ich kann versichern: Ich bin gewiss kein praktizierender Christ. Aber ich bin in einem christlich geprägten Umfeld aufgewachsen und habe dadurch eben diverse christliche Grundwerte im Leben genossen, erlebt und praktiziere sie immer noch.

So weit ich das verstanden habe, ich das mit der Nächstenliebe für Christen relativ wichtig. Selbst für euch pegida Deppen, immerhin seid Ihr doch für das Christentum, bzw wollt ihr doch, dass der Weihnachtsmarkt auch Weihnachtsmarkt heißt und nicht Winterfest. Es interessiert zwar keine Sau wie sich dieses Glühwein-saufen und billige-Bratwurst-fressen Fest nennt, aber wenn ihr schon auf die WIR SIND DIE GEILSTEN CHRISTEN DER WELT Kacke haut, dann zur Erinnerung, das ist eine Variante von Nächstenliebe:

Was Nächstenliebe ist

Menschen sind teilweise komisch und benehmen sich oft nicht so, dass man sie automatisch liebt. Viele sind ja noch nicht einmal sympathisch. Und Liebe ist für solche Leute ein ganz schön starker Begriff. Dazu kommt, dass man Gefühle ja auch nicht einfach so beeinflussen kann.

Es mag überraschend klingen, aber Nächstenliebe ist mehr eine Entscheidung als ein Gefühl. Ich kann mich entscheiden, ob ich jemandem wohlwollend, respektvoll, freundlich und liebevoll begegne, selbst wenn er eigenartig ist. Oder verächtlich, besserwissend, genervt.

Natürlich bedeutet Nächstenliebe nicht, dass man alles gut heißt, was der andere tut. Aber es beinhaltet, dass man bereit ist, den anderen wertzuschätzen, trotz seiner Schwächen. Dass man großzügig ist mit den Fehlern des Anderen und schnell im Verzeihen.

Volle Kanne kopiert von Was ist Nächstenliebe?, mit ziemlicher Sicherheit mein erster und letzter Link zu einer Webseite voll mit Glauben. Aber diese Sache mit der Nächstenliebe, Christentum, Angst vor dem Islam, pediga und allem in der Weihnachtszeit, die macht mir Kopfschmerzen angesichst der Beklopptheit.

Wie gesagt.

Angesichts an mir unbegreiflicher Ausmaße an Schwachsinn ist dieser Artikel gescheitert.

 

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  • Woanders – diesmal mit der Medienerziehung, einem Kulturblog, einer alten Dame und anderem | Herzdamengeschichten
  • Dentaku » Sven Dietrich: Ich akzeptiere pegida nicht

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