Facebook vs. StudiVZ

Facebook.com, die ultimative Bagger-, Studenten-, Gesichter- und Kollegenbörse, startet nächstes Jahr eine deutsche Version.

Via: Facebook startet deutsche Ausgabe und Germanisches Facebook im Frühjahr 2008.

Facebook ist eine Seite, auf der ich ein Profil anlege mit dem üblichen „meine Hobbies, meine Schuhgröße, Vorname der Katze“ Kram und mich anschliessend mit Leuten, die ich eigentlich gar nicht kenne, vernetze und „Freund“ werde.

So wie das StudiVZ, MySpace und alle anderen auch machen.

StudiVZ ist mit großem Abstand die meistbesuchte und meistgeklickt Webseite in Deutschland. Der Student an sich hat scheinbar viel Zeit und klickt wie ein wahnsinniger durch die Bildergalerien der User oder kommentiert die Party vom letzten Wochenende.

So ziemlich jeder Student in Deutschland ist in StudiVZ angemeldet. Dazu muss man denen gratulieren. Eine langweilige Seite, aber jeder ist drin und das zieht natürlich den letzten Hansel auf die Seite.

Jetzt kommt aber Facebook auf deutsch und da kann sich StudiVZ warm anziehen.

Bei Facebook finde ich jetzt schon mehr Leute die ich tatsächlich in echt kenne, ich kann lustige Sachen machen wie Gemüse werfen, einen Vampir los schicken um meine Freunde zu beissen, ich kann sogar mein eigenes pop64.com Blog da einbauen. Eine endlos lange Liste von Anwendungen, mit denen ich mein Profil aufhübschen kann.
Alles Dinge die bei StudiVZ gar nicht gehen.

Da kann ich nur Bilder hochladen, mich in Gruppen rumtreiben und ins Gästebuch schreiben.
Das war es im Prinzip schon.

Ich bin sehr gespannt, wie die deutsche Version von Facebook angenommen wird.
Leider sind in Deutschland die langweiligen Webseiten am erfolgreichsten. Dazu kommt noch dieser Unwille zum Wechsel, was man kennt, das hat man und da bleibt man auch erstmal, ganze schlimme Sache hierzulande.

Wer wissen will, warum Facebook irgendwie witzig ist, kann sich da anmelden, mein Profil besuchen und mich als Freund hinzufügen. Ich werde sofort mit Gemüse werfen oder ein Autorennen beginnen.

StudiVZ hat rein technisch bereits jetzt verloren, ob die vielen Studies das überhaupt raffen, was man da alles machen kann bleibt abzuwarten.

Trotzdem gewinnt facebook.
Facebook vs. StudiVZ 30.000 : 0

Ach ja, einige schreiben, dass es jetzt auch Xing an den Kragen geht, aber das glaube ich nicht.
Die User, die dafür zahlen, werden auch bleiben und der ganze Spielkram wie auf Facebook interessiert mich als Xing User nicht.

Noch mehr Krams über Facebook gibt es auf f8club – Alles über Facebook

7 comments

  1. Langstrumpf says:

    Warum entscheidet man sich denn nun für das eine oder andere Netzwerk? Ist denn nicht der Netwerk Effekt entscheidend, also ich geh da hin, wo meine Freunde schon sind..und da bleib ich auch? Ist die Sprache tatsächlich das einzige Hindernis, um an einem Netzwerk teilzunehmen? In einem Aufsatz von boyd wird gar behauptet, dass sich in den Profilen von Myspace und Facebook Klassenunterschiede manifestieren.

  2. svensonsan says:

    MySpace ist das RTL 2 der Netzwerke.

    Facebook ist die öffentlich-rechtlichen.

    Man geht dahin, wo es mehr Titten, Fotos und Freunde gibt.

    ich nutze StudiVZ nicht, weil ich es hässlich finde.
    Facebook nutze ich, weil es Spaß macht, mit den ganzen Sache da rumzuspielen.
    Nebenbei sind da eine Menge Leute die ich kenne, allerdings ist das nicht mein Hauptkriterium in der Wahl, ich habe noch nichtmal eine Wahl, ich spiele damit rum.

  3. Pingback: Ben-Inside.de
  4. Dennis says:

    Ich fing mit StudiVZ an, weil meine hiesigen Freunde dort schon registriert waren. Mit nahendem Studienabschluß richtete ich ein Profil bei Xing ein, in der Hoffnung, irgendjemand hat Interesse an meiner Arbeitskraft (hat jetzt übrigens tatsächlich geklappt!). Dann merkten ich und viele meiner hiesigen Freunde, dass viele meiner und derer internationalen Freunde bei Facebook angemeldet sind. Mittlerweile gucke ich fast nur noch bei Facebook rein, auch wenn mich (und meine hiesigen Freunde) die inflationäre Zahl an Einladungen und belanglosen Benachrichtigungen eher stört.

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