Beruf: Energieelektroniker

Herr Buddenbohm schreibt auf Irgendwas mit Medien über die heutzutage komplizierte Berufswelt.

Der Sohn fragt sogar nach, gar nicht dumm, was er da fragt, und ich erkläre immer weiter. Onlinevideos, Klickstrecken, Verlinkungen, Presseagenturen, Redaktionen, Newsrooms, noch ein paar Fragen von Sohn I und erkläre ihm die ganze Welt 2.0, gar kein Problem, inklusive aller relevanten Social Networks.

Komplizierte Welt. Verflixte Sache. Ich erzähle meinem Sohn immer, dass ich am Computer arbeite. Bislang funktioniert das. Natürlich ist das alles viel zu kompliziert, ich verstehe es bei anderen auch manchmal nicht mehr. Der Beknacktheitsgrad für Berufsbezeichnungen ist bekanntlich grenzenlos (und meistens auch noch in Englisch. Ein Drama alles).

Ich habe aber einen Joker, den ich zum Thema Beruf spielen kann.

In meiner Pränatalen Zeit, vor dem Internet, war ich Elektroniker in einem Stahlwerk/Walzwerk. Elektroniker ist eine halbwegs übersichtliche und verständliche Sache. Das meiste aus dem Jobs kann man anfassen und mit dem Hammer darauf hauen.

Dicke Kabel. Schrauben. Krane. Motoren. Richtig dicke Motoren. So ähnlich, wie die im Mixer oder Fön, nur um Faktor 10.000 (oder hundert, je nach Kindesalter. Also so richtig viel, bis Morgen und zum Meer viel mehr) größer.
Die Steuerungen für Maschinen. ROBOTER! SPS. So ähnlich, wie das, was in den grauen Kästen an einer Kreuzung ist und die Ampel steuert. Messgeräte für Kabel und Leitungen. Das ganze Werkzeug. Schraubenzieher, Maschinenschlüssel, Seitenschneider und, ganz wichtig, ein Messer. Zum abisolieren der Kabel (und zum Brötchen- und Fleischwurstschneiden).

Vom Job übrig geblieben ist die Erkenntnis, dass ein Taschenmesser, Sicherheitsschuhe und ein Helm super Sachen ist. Faszinierend, dass ich den „UNTER SCHWEBENDEN LASTEN LAUERT DER TOD“ Sicherheitsmerksatz bislang nicht vergessen habe. Wie das so ist.

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