Ab durch die Hecke

Eine Hecke, ein Sandkasten, zwei Nacktschnecken mit Gepardenmuster,  Sandbienen, sechs gefällte Bäume und ein Fahrradständer.

Neulich haben wir uns beinahe getrennt. Es begann mit einen Fahrradständer vor dem Haus. Vertragen haben wir uns wieder, als sechs Bäume gefällt wurden. In diesem Artikel erzähle ich von den Freunden, die ein eigenes Haus mit sich bringt.

Ein Fahrradständer sollte her. Vor dem Haus war der Platz beengt, die Fahrräder kamen immer in die Abstellkammer und es war die Pest, am Morgen mit zwei Kindern mit dem Rad zur Kita zu fahren. Viel zu kompliziert, viel zu viele Schlösser und viel zu viel geschiebe und gefluche, um startklar zu werden.

Ein Fahrradständer wurde gegoogelt. Es wurde gemessen und festgestellt, dass die Hecke weg-, zwei Quadratmeter gepflastert- und der Ständer entsprechend angebracht werden müssen. Bezüglich des Daches kam es zum Streit und die Frage ist aus Gründen Bis heute nicht geklärt.

Die Hecke wurde entfernt, die Wurzeln wurden ausgegraben und jede Menge Erde war plötzlich da und wartete auf einen neuen Ort. Ja, mit Planung hätte man darauf kommen können, aber es ist wie es ist.

Erneut wurde festgestellt, dass wir gar nicht wussten, wohin mit der ganzen Erde. So ein kleiner Aushub für Kies und Split unter dem Pflaster produziert jede Menge Erde, die entsorgt werden will.

Während ich vor mich hin schmollend die Erde planlos durch die Gegend Schubkarrte, begannen der Redaktion bekannte Personen, den Sandkasten umzubauen.
Dabei stießen diese Personen auf eine wundervolle Tierwelt, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt.

Bienen, die in den Sandkasten und das angrenzende Erdreich gezogen sind.

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Nacktschnecken mit Gepardenmuster. RIESIGE Tausendfüßler und einen mindestens achtstellige Zahl an Kellerasseln tauchten unter den Steinen auf, die den Sandkasten umrandeten.

Ich musste meine Schubkarrerei unterbrechen und die der Redaktion bekannten Personen vor diversen Tieren retten.

Im anschließenden Gespräch über die geleistete Heldentat wurde erneut festgestellt, dass wir da etwas machen müssten, denn Bienen direkt im Sandkasten sind zugegebener Maßen suboptimal mit einem Kleinkind.

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Der Sandkasten, der vorher ein Teich war und nur provisorisch zum Sandkasten umgebaut wurde , sollte versetzt werden. Die vorhandene Steinumrandung sollte dann durch eine Verbretterung ersetzen und, damit genügen Platz sein, bitte die zwei Lebensbäume (Scheinzypressen), die im Inneren aus jeweils drei Bäumen bestanden, gefällt werden.
Praktisch: die Löcher der dann fehlenden Baumwurzeln sollen mit der Erde des Aushub für das Pflaster gefüllt werden. Super! Ein Problem mittelfristig gelöst.

Ich legte die Schaufel weg, denn hier war Schluss mit der Schubkarrerei von Erde, das war ein Fall für die Säge.

Mit Kind 1 die Bäume von Ästen befreit und nach ewigem Gesäge dann die Bäume auf einem Meter Höhe abgesägt, zwecks Hebel zur Wurzelbehandlung.

Nach vielen, vielen Stunden sitze ich nun im Garten, trinke das zweite Absacker Bier, lese im Internet Texte über Sandbienen (Naturschutz! Nicht platt machen!) und freue mich über eine glückliche Freundin und diesen Tag.

Ein Fahrradständer sollte her, aber  stattdessen habe ich einen RIESIGEN Berge Astschnitt und diverse Stämme im Garten liegen.

Dazu zwei nicht unerheblich große Wurzeln, die noch entfernt werden müssen.

Damit hatte ich nicht gerechnet, als wir heute Morgen mit dem Fahrradständer anfingen, aber irgendwas ist ja immer.

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5 comments

  1. Wie gut, dass am Sonnabend die Feuerwehr an der Dreieckskoppel Feuer macht. Da kann das dann ja alles hin. Haben wir vor zehn Jahren mit dem Fahrrad und einem Fahrradanhänger gemacht. War ein großer Spaß und ca. 300 Touren.

  2. Thomas S. says:

    Ist aber eigentlich VERBOTEN, ne?
    Ich zitiere mal, so von Gartenbesitzer zu Gartenbesitzer: „Nach § 39 Abs. 5 Nr. 2 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es verboten, in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September Bäume, Hecken und Gebüsche abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Dies betrifft auch Bäume und Sträucher, die sonst nicht geschützt sind.“
    (http://www.hamburg.de/Dibis/form/pdf/baumschutz_mb.pdf)

    • Das stimmt. Danke für den Hinweis.
      Der Beitrag ist schon etwas älter und war als Entwurf gespeichert. Mangels Zeit zum bloggen habe ich den aus dem Entwurfsordner geholt und raus gehauen.

  3. opa says:

    …ein erster Schritt auf dem Weg des Abtransportes u. entsorgen von Erdaushub,Bäumen,Wurzeln, wäre eine Anhängerkupplung, Hänger kann man im Baumarkt oder so leihen….nicht zu große Hänger, damit man die von Hand so nah wie möglich an die Aufladestelle schieben kann…und mit dem Auto zum ankuppeln noch hinkommt…

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