9 Uhr erstes schulfest. erster Eindruck.

Gestern habe ich zum ersten mal auf einem Schulfest in der Schule von kind 1 geholfen.

Ich werde das in den nächsten Jahren betimmt öfter machen, aber weil es das erste mal war, notiere ich mir die ersten Eindrücke um in ein paar Jahren darüber zu lachen. Kind 1 ist in der Vorschule, wir alle lernen dieses schule-ding.

Selbstverständlich habe ich zum Sommerfest gerne in der Küche geholfen, bzw beim Kuchenverkauf.

Erster Eindruck.
Die dort bereits anwesenden Damen waren erstaunt, dass ein Mann! Freiwillig!! In der Küche hilft!!! (das war kurz komisch, aber so ist es eben).

Wie so ein Alien stand ich dann am Waffeleisen und habe erstmal die Verkabelung neu gemacht. Dann Waffeln gebacken.

Am Waffeleisen ist es ruhig, fast schon entspannt.

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Ein wirklich langsames Waffeleisen

Waffelverkauf auf einem Fest hat immer unfassbares Optimierungspotential, denn es gibt IMMER zu wenige Waffeleisen und die ewig LANGE SCHLANGE muss wahnsinnig LANGE WARTEN, bis es eine Waffel gibt. Immer.

Das ist scheinbar ein ungeschriebenes Gesetz. Es gibt aufm Flohmarkt oder aufm Sommerfest der Schule Waffeln.

Die Waffeleisen waren völliger Mist. Wie lange die für zwei Waffeln gebraucht haben, irre.

Gelernt habe ich, dass ein dicker Waffelteig suboptimal ist. Das muss schnell gehen und dicker waffelteig dauert zu lange.

Gelernt.
Flüssiger Teig, dünne Waffel backen, schnelles Waffeleisen, zackig, fertig, nächster.

Aber Schule hat eben andere Regeln.

Noch ein erster Eindruck.

Es gibt, Überraschung, wahnsinnig viele Kinder auf so einem Fest.

Einmal stand irgendein Kind direkt neben mir, am Waffeleisen, und ich habe erst zwei Waffeln später gemerkt, dass es mein eigener Sohn war.

Haben wir beide uns da erschrocken und die mit mir Waffelbackende Lehrerin war sichtlich amüsiert dass ich mein eigenes Kind nicht erkenne, aber verdammt, das waren überall Kinder, alle ungefähr gleich groß und so, da darf ich auch mal mein eigenes Kind übersehen.

Nächster erster Eindruck.

Die Namen der Lehrerinnen und Lehrer sind unglaublich kompliziert.

Es ist mir ein Rätsel, wie sich Kind 1 all diese Doppelnamen merken kann, denn fast alle Lehrerinnen um mich herum hatten Doppelnamen. Das klingt jetzt etwas klischeehaft, aber sie nannten sich (Namen geändert) tatsächlich „Schmidthuber-Meier-Olasiwang“ oder „Fananinassi-Malokobene“ oder so. Wahnsinn. Das Kinder sich so viele so komplizierte Namen merken können. Sensationell.

Nächster erster Eindruck.
Kinder sind ganz fiese und beinharte Kunden.
Meine Versuche, den vielen Kindern in der Waffelschlange stattdessen ein Stück Pizza (die mußte weg) oder einen Muffin anzudrehen, scheiterten gnadenlos.
Das war nicht möglich im Gegenteil, selbst beim Handeln schlagen Sie sofort zu.

Wenn ich sage:
„nimm doch einen Muffins, kostet auch nur 50ct und ich schenke dir einen, du wartest schon so lange“
Sagt ein Kind „also kosten zwei Muffins 50ct und einer dann 25ct und nicht 50ct? Dann dann nehme ich einen Muffins für 25ct“.
Ich so „…. …. Hier, ich schenke dir einen“

So waren alle Kinder in der Schlange. Alle. Das mache ich noch einmal und wenn ich jemals einem Kind, dass eigentlich eine Waffel will, ein Stück Pizza verkaufe, dann schenke ich mir selbst eine Medaille.

Sonst war alles wie es eben so ist auf einem Schulfest. Es gab Tanz, Aufführungen, Theater, Musik und so weiter. Habe ich aber fast alles verpasst, denn ich schaute den Waffeln beim Backen zu.

Nächstes mal dann neue erste Eindruck vom grill. Oder von wo auch immer.

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One comment

  1. Das ist immer und überall gleich. Aber hier ist es sehr schön aufgeschrieben. Ich nehme mal an, das Porto ist im Waffelpreis von 25 Cent enthalten. Schick mal drei rüber. Die 60 Cent überweise ich dann bei Gelegenheit. Chris

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