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20 Dinge, die Sie noch nicht kennen

1. Ich schaue mir gerne Tanz, Ballett und Musicals an. Ich liebe die Körpersprache der Tänzer, die Körperspannung, wie sie ihre Bewegungen kontrollieren und beherrschen. Es gibt wenig, was mich so beeindruckt und verzaubert wie gute Tänzer.

Das gilt nicht für Tanz in high glossy Pop Musicvideos, das nervt.

2. Ich habe was mit Design studiert, kann aber, wenn überhaupt, nur mäßig zeichnen und malen.

3. Ich war mal verheiratet und meine Ex-Frau wurde quasi Crack-abhängig. Komplizierte Geschichte, Details dazu sind nicht blogbar.

4. Ich mag Berlin überhaupt nicht mehr. Berlin nervt total.

5. Ich kann mein Blog – Thema nicht mehr leiden, weil siehe 4.

6. Ich hasse es, wenn Menschen mir von hinten an die Schultern fassen. Das macht mich irre.

7. Meine erste Tomate habe ich mit 16 Jahren gegessen. Ketchup war Ok, Tomaten nicht.

8. Mit 14, 15 oder 16 Jahren (ich weiß es nicht genau) war ich zum ersten mal online. Nach der folgenden, sehr deutlich dreistelligen Telefonrechnung, war ich dann für lange Zeit erstmal wieder offline.

9. Ich kann stundenlang Liedchen pfeifen. Wenn ich keine Lust zum pfeifen habe, bin ich schlecht gelaunt und irgendwas stimmt nicht mit mir. Das ist mein Maßstab für meinen Seelenfrieden, sozusagen.

10. Ich habe eine Ausbildung zum Energieelektroniker in einem Stahlwerk gemacht. Von weit über 400 Lehrlingen war ich der einzige, der zuvor ein Gymnasium besucht hatte.

11. Im Schlager liegt die Wahrheit. Ich höre zwischendurch gerne Schlager. Das erdet. Udo Jürgens ist Gott. Country (im erweiterten Sinne auch Schlager) ist König, besonders auf Autofahrten.

12. Ich habe das Abitur abgebrochen. Manchmal ärgere ich mich darüber.

13.

14. In meinem 1. echten Fußballspiel, in der F-Jugend, war mein erstes Tor ein Eigentor. Ich nahm den Ball, rannte, schoß und freute mich über das Tor. Die Details waren mir egal.

15.

16. Der Kulturschock vom Gymnasium ins Stahlwerk wirkt bis heute nach. Auf meine Sprache, Arbeitsweise, Gewohnheiten. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich meine Erfahrungen in der Schwerindustrie machen könnte. Obwohl ich mir das Leben dadurch selbst regelmäßig schwer machen. Alles, was im Stahlwerk passierte, ist Lichtjahre entfernt vom Arbeiten in der Online-Branche.

17. Ich drehe regelmäßig durch, wenn Freunde oder Bekannte eklatante SicherheitsFehler im Umgang mit Werkzeug, Leitern oder Arbeitsmethoden machen. Das liegt sicherlich an den tödlichen Arbeitsunfällen und zahlreichen schweren Unfällen im Stahlwerk. Das macht mich echt fertig, wenn z. B. meine Freundin oder Schwester elementare Regeln im Umgang mit der Leiter nicht kapieren oder wenn jemand unter einer schwebenden Last steht.
Ich weiß, dass ich diesbezüglich sehr nervig sein kann.

18. Videospiele sind für mich gleichberechtigtes Kulturgut wie Malerei, Literatur, Musik, Film, etc. Ich liebe Videospiele, ich genieße es sehr, ab und an in virtuelle Welten abzutauchen.

19. Als Schüler habe ich alle, wirklich alle Bücher für Kinder und Jugendliche aus der Schulbücherei gelesen. Ich war Stammkunde, ich wohnte auf der anderen Straßenseite und nur für mich würden Kisten von Büchern aus der Bücherei in Herborn besorgt.

20. Ich habe 40 oder 50 der dicken, silbernen Perry Rhodan Bücher gelesen. Bis ein Lehrer das irgendwann Schund nannte. Das hat mich so erschrocken, dass ich damit aufhörte.

21. Seit frühem Kindesalter wundere ich mich, warum an der Ampel, wenn es grün wird, nicht alle Autos fast gleichzeitig losfahren anstatt nacheinander loszuzuckeln
Das würde dann alles viel schneller gehen.
Ich wundere mich darüber tatsächlich bis heute.

22. Ich habe in Berlin einer Transe eine Webseite gebaut. Keine Frau, die ich kenne, war auch nur ansatzweise so Porno und hat auf so endgeile Art versucht mich zu verführen. Völlig anderer Schnack, aber ich stehe eben nicht auf Kerle.
Bonustrack: die Besprechungen zur Webseite begann sie immer mit mehreren Flaschen Alkohol und endeten immer in irgendeiner Bar.

23. Wir haben damals einen Party-Club gegründet. Der OSC, der O-Saftspucker Club. Der Name stammt aus einer durchzechten Nacht, in der wir alle völlig stramm waren nur der eine, der den ganzen Abend O-Saft trank, die Keramik küsste.
Wir haben sehr viele Feiern auf Grillhütten organisiert, teilweise mit weit über 1000 Leuten. Ich war DJ. Als der Alarm mit der Polizei aufgrund einiger Schlägereien, zahlreicher Vergehen gegen BTM und andere Dinge zu groß wurde, (Sicherheitsdienst, die Kosten, unfassbar) haben wir damit, trotz erheblicher Umsätze, aufgehört.

24.

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14 comments

  1. DCSH says:

    Unheimlich interessant.

    9. geht mir auch so und bringt meine Frau tierisch auf die Palme… („Sing doch mal lieber!“)
    4. ist nachvollziehbar, ich finde aber, das Berlin schon immer genervt hat.

  2. Feathers Mcgraw says:

    Ueber 21 hab ich mich auch lange gewundert bis mir irgendwann klar gewordne ist dass, wenn alle gleichzeitig losfahren wuerden, ja auch der bstand zwischen den Autos gleichbleiben wuerde, naemlich bei fast 0. Das geht bei 50 km/h natuerlich nicht so gut.

  3. Oh mein Gott: Herborn! Totaler Nostalgieflash, weil mein liebster Studienfreund aus Herborn kam (na gut, aus Fleisbach) und mich mal mit in seine Heimat nahm. Sprechen Sie den dortigen Dialekt? Mit diesem englisch-artigen R?

  4. Nein, ich kann kein Platt. Wenn ich ein paar Tage dort bin, ändere ich angeblich einzelnen Worte, aber das gerollte Errrr, das kann ich nicht wirklich.

    Es gibt andere Kleinigkeiten, wie das DEM, dass ich immer nutze. Dem sein Dingenskirchen, ganz schlimm, sagt in Herborn jeder, sorgt in Hamburg für große Belustigung.

    Oder net anstatt nicht. Oder aktuell, beim Renovieren, haben wir einem dieser kleinen Wagen, die heißen bei uns Kärrnche, hier nennt man die Hund.

    Fleisbach ist übrigens böse, gegen die haben wir immer im Fussball verloren.
    Ich komme aus Merkenbach, ein Ort zwischen Herborn und Fleisbach.

  5. HACH! Der Frank, der aus Fleisbach, hat aber ganz sicher kein Fußball gespielt. Dafür im Herrenchor gesungen. (Kennen Sie Dulkes? Diese geriebenen Kartoffeln vom Blech mit irgendeiner Wurst reingeschnippelt? Ich suche immer noch nach einem Rezept.)

  6. Sonja says:

    Wenn ich das richtig verstanden habe, schmeissen sich „20 Dinge die Sie noch nicht kennen“ die Blogfreunde hier als Stöckchen zu. Bei einer von denen die das Stöckchen bekommen haben hat einer eine neue Rubrik eröffnet „20 Dinge die xxx nicht über sich geschrieben hat“. Hach…. also wenn Schwester eins und zwei das über den Bruder schreiben würden…… schöööön wäre das. Womit würde ich nur anfangen?

  7. Pingback: 20 Dinge über mich. Nicht mehr, nicht weniger. | Christian Rieger

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