10.000 Mal Twitter

Verdammte Axt. Da habe ich doch glatt ein Jubiläum verpasst. 10.000 Tweets. Unglaublich. Ich wüsste nicht, was ich sonst im Leben schon 10.000 Mal gemacht habe, ausser Atmen und so.

10.000 Mal 140 Zeichen in diese kleine Box getippert, oder mit dem Handy, oder damals noch, als alles neu war, noch per SMS an Twitter geschickt. Erstaunlich. Als Taschenbuch hätte ich jetzt 30-40 Seiten voll geschrieben aber deutlich weniger Spaß gehabt.

Twitter ist vor allem eines: Spaß. Warum sonst sollte ich 10.000 Mal etwas auf Twitter erzählen? Eben.

Mal sehen, was mir aus dem Stehgreif an denkwürden Momenten auf Twitter einfällt.

  • Erinnert ihr euch noch an Percanat? Das war im Dezember 2007. Was für ein Spaß.
  • Oder als irgendjemand auf irgendeiner Konferenz erfuhr, dass ich svensonsan bin und er vor Lachen fast am Boden lag um mir dann zu erzählen, dass ich betrunken im Bus sitzend getwittert hätte, dass das Beste sei, was er je im Internet las und ich, bis heute, absolut keine Ahnung habe, was ich da geschrieben habe.
  • Oder das Erdbeben in Kalifornien, als man das noch halbwegs auf Twitter vefolgen konnte.
  • Dann die großen Ereignisse. Die Flugzeug-Notwasserung auf dem Manhatten-River.
  • Die unglaublich vielen Glückwünsche zur Geburt des Kindes auf Twitter. Das war sehr ergreifend. Hunderte. Aus dem Nichts. Wer da alles gratulierte.
  • Die Freude, wenn jemand einen meiner Tweets als Favorit anklickt.
  • Als ich die erste Twitterlesung in Hamburg besuchte. Das hatte etwas von einer Familienfeier.
  • Dass ich seit über zwei Jahren regelmässig in diesen Artikel nachsehe, was die Leute in Hamburg und Berlin gerade machen.
  • Die Erkenntniss, dass auf die blödesten Tweets das meiste Feedback kommt. Ich hatte mal nach einer Einkaufsmöglichkeit für ein Bügelbrett gefragt und bekam unfassbar viele Mails, @-Replies und Directmessages.
  • Dass ich damals, irgendwann 2008, auf Barcamps Sessions zu Twitter gehalten habe und es viele Zuhörer gab, denen ich etwas erzählen konnte, was sie noch nicht wussten.
  • Dass ich inzwischen in verschiedenen Jobs fürs Twittern bezahlt werde und wurde.
  • Dass meine Katze mehr Follower hat als ich (mir fehlt die Zeit mich darum zu kümmern …)
  • Dass meine Katze mehr Follower hat als 99% der Business-Twitterer (haha).
  • Dass meine Freundin mich mitten in der Nacht wecken musste als damals die Twitter-SMS plötzlich ansprangen und ich 689 SMS bekam und das Handy das jedesmal piepend bestätigte.
  • Dass mein Handy danach kaputt war und ich es nicht mehr nutzen konnte.
  • Dass Twitter per SMS überhaupt mein erstes mobiles Internet war (irgendwie)
  • Dass es den ganzen Quatsch erst seit 2006 Jahren gibt. Vier Jahre nur. Muss man sich mal vorstellen.
  • Dass meine Familie meine Tweets immer nur im Blog liest und nie auf Twitter, dafür mag ich sie sehr, sie sagen dann immer „habe ich auf deinem Twitter gelesen“.
  • Dass ich schon einige Artikel zu Twitter schrieb, die man da lesen kann.
  • Dass die User die Hashtags monatelang ohne Funktion nutzten und Twitter schliesslich eine Funktion nachlieferte.
  • Dass die Japaner noch eine Spur verrückter sind auf Twitter als alle anderen
  • Dass es fast 100 Quellennachweise zu Twitter in der deutschen Wikipedia gibt und fast 200 in der englischen
  • Dass Twitter bis Januar 2008 anstatt des Fail-Whale eine LOLCAT als Fehlerbild hatte
  • Mein Lieblings-Tweet ist weiterhin dieser hier von Kosmar.

10.000 Tweets.

Danke Twitter, danke Follower, danke für alle @-Replies und danke euch für den Spaß auf Twitter. Auf die nächsten 10.000 Tweets.

Ach ja. Der 10.000 Tweet (wenn ich richtig gezählt habe). Wie alles auf Twitter ist auch der vollkommen ungeplant. Der Form halber, auch wenn es eigentlich egal ist.
Mein 10.000 Tweet ist eine Matratze:

screenshot tweet 10000

Man findet mich auf Twitter als svensonsan.

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