Haupt-, Real- und Gesamtschule Hamburg vs. Berlin

Was ist denn da los?
Hamburg schafft Haupt-, Real- und Gesamtschulen ab,
Hamburg schafft dreigliedriges Schulsystem ab oder nochmal
Hamburg schafft dreigliedriges Schulsystem ab.
Warum, wieso und weshalb sie das machen? Keine Ahnung, dazu finde ich nichts. Liegt wohl am Bericht von UN-Sonderberichterstatter Vernor Munoz Villalobos. Jetzt ändert Hamburg mal eben die Schulform, es gibt nur noch Gymnasien und Stadtteilschulen.
Für die Kinder aus Blankenese ändert sich nichts, die können weiter in ihre Gymnasien gehen, der ganze Rest geht dann ab 2009 in eine Stadtteilschule. Bescheuerter Name, wenn ihr mich fragt. Klingt nach Kiezkneipe, Kinderladen oder so. Aber egal.

Macht Berlin das auch? Wohl noch nicht, daher gibt es Punkte für Hamburg.
Haupt-, Real- und Gesamtschule Hamburg vs. Berlin 250:0

6 comments

  1. Sonja says:

    Sehr fortschrittlich. Das muss auf jeden Fall mehr Punkte geben. endlich eine Stadt die anfängt die Schulselektion aubzuschaffen. Bin stolz auf HH.

  2. Eva says:

    Richtig, denke ich auch, im ersten Moment ist man begeistert. Nur leider wird immer wieder vergessen, dass wir eigentlich ein viergliedriges Schulsystem haben. Diejenigen, die nicht den Anforderungen einer Regelschule entsprechen (und das sind ziemlich viele), landen nämlich in der vierten Schulform -der Sonderschule. Warum kommen die Förderschulen nicht auch unter die Stadtteilschulen? Weil sich dann zu viel ändern würde, oder besser gesagt: überhaupt etwas ändern würde. Denn die „schwierigen Schüler“ werden nach wie vor nicht inkludiert. Somit ist das zweigliedrige System eigentlich das gleiche wie vorher, nur mit’nem anderen Titel.

  3. Sonja says:

    Ja, Inklusionsgedanken sind nicht gerne gesehen. Aber es stellt einen Anfang zur Veränderung der Schulformen dar.
    Ich finde, dass zweigliedrige System vermindert für bestimmte Gruppen Stigmatisierungen.
    Weiterführende Schulformen, die integrative Klassen anbieten setzen sich leider nicht durch. Bin mal gespannt, wie sich die Sonderform Gymnasium so einspielen wird? Wird nicht ganz deutlich, warum diese Schulform nicht gänzlich in die Ganztagsschule einfliessen soll.

  4. Eva says:

    Kapiere ich auch nicht, warum das Gymnasium extra bleibt. Mal wieder wird alles besser für die sowieso schon Vorteile Genießenden. Ich könnte mir auch vorstellen, dass zumindest manche Schüler im breiten Mittelfeld aus den Stadtteilschulen profitieren, weil sie leichter zwischen den angestrebten Abschlüssen wechseln können. Ich befürchte nur, dass die Hauptprobleme mit dem neuen System nicht angegangen werden, da es weiterhin homogene Lerngruppen geben wird. Naja, aber stimmt schon, immerhin ist es ein Anfang…

  5. Das Gymnasium bleibt extra, weil das Bürgertum auch weiterhin den Nachwuchs nicht durch die Schmuddelkinder verderben lassen will.

    Und außerdem sollen die Gymnasiallehrer sich auch weiterhin einen Dreck um die Problemschüler kümmern müssen: Die werden wie üblich einfach rausgeschmissen.

    Immerhin: Bereits 1918 wurde das 3-Klassen-Wahlrecht abgeschafft. Und 1924 die Volksschule für Alle eingeführt. Langsam wird es wirklich Zeit, dass es eine Gemeinschaftsschule für Alle gibt. Damit weniger soziale Spaltung = Angst erzeugt wird.

    Ich würde den Punkt also eher an Berlin vergeben, weil da wenigstens 6 Jahre zusammen gelernt wird, oder waren das nur euphorische Pläne?

  6. Anton binichhieraufderGEWSeite????? says:

    für alle Einheits-Gesamt-Ganztagsschule Traumtänzer empfiehlt sich folgende Information über Gewalt, Mobbing, resignierende Lehrer im Musterland aller GEW Pädaogen, Schweden:

    Geändert von Sven: Den Link hübsch gemacht
    swr2-wissen-20070416.rtf

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