Exklusiv: Relaunch von Hamburg.de

Freundlicherweise wurde ich zur Pressekonferenz zum Relaunch von Hamburg.de eingeladen.

Offiziell startet das neue Hamburg.de am 1.8.2008 – bereits heute gab es eine Vorschau auf das nach eigener Aussage „modernste Stadtportal Europas„. Nach der Pressekonferenz stimme ich da teilweise zu.

Vorweg freut so ein Relaunch natürlich das Hamburg-Berlin Blogger-Herz, gibt dies doch Anlass zu einem fulminanten Stadtportal Hamburg-Berlin Vergleich.

Berlin.de und Hamburg.de kennt man, irgendwie. Aus irgendwelchen Gründen war jeder schon einmal auf seinem jeweiligen Stadtportal unterwegs.
Sei es zur Ämtersuche, zum Stadtplan oder weil man die Öffnungszeiten von irgendeinem Zoo wissen wollte.

Hamburg.de und Berlin.de sind bislang beide mit einer Zufalls-Navigation ausgestattet. Man findet das gesuchte eben nur per Zufall und nicht gezielt. In Fachkreisen nennt man das auch die „Würfel-Navigation„.

Meiner Meinung nach war Berlin.de irgendwie einen Tacken schicker, warum auch immer, wahrscheinlich, weil Berlin oben drüber steht. Logisch erklären kann ich das nicht. (Vielleicht liegt es an dem debis Formular Ding auf Hamburg.de, da bin ich schon sehr, sehr oft gescheitert)

Jetzt gibt es Hamburg.de also im neuen Gewand. Sieht soweit ganz schick aus und man kann nur gratulieren.

Hamburg.de macht nach dem Redesign deutlich mehr Spaß und selbst ich werde in dem debis-Ding endlich Informationen zu Kindergartenplätzen, Hebammen, Personalausweis-Meldestellen-Dings finden.

Es gibt einige Punkte, die man erwähnen muss.

Hamburg.de wird Kommentare einführen, die alle nach einer Moderation erscheinen.
Da fragt man natürlich, wer das macht, aber leider haben die anwesenden Journalisten das nicht gefragt, ich selbst wollte mich da nicht einmischen.

Videos werden auch Thema auf dem neuen Hamburg.de – verschiedene Channels (so nannten die das glaub ich) informieren über das Leben in Hamburg.

Hamburg.de versteht sich als DER Einstieg für Informationen über die Hansestadt. Tageszeitabhängige Headerbilder sind nur ein netter Gimmick, spannend hingegen wird das Branchenbuch, das prominent auf der Seite zu sehen ist.

Das Banchenbuch ist kostenfrei. Jeder kann sich, in Konkurrenz zu den Gelben Seiten, einen Eintrag verpassen auf Hamburg.de – selbstverständlich gibt es auch eine kostenpflichtige, prominente Platzierung zu kaufen.

Spannend, wie viel sie damit verdienen werden, Zahlen wurden jedenfalls keine genannt und da beisst man bei den Springer Jungs auch auf Granit.

Man hört ja allerorten, dass diese local based services DAS heisse Ding überhaupt sind.

Dem trägt auch der neue Stadtplan auf Hamburg.de Rechnung. Man kann nach Ämtern, Bars, Kneipen und Banken suchen, die schick, schnell und vollkommen dau-sicher präsentiert werden.

Das wurde mit einer Googlemap Anwendung gebaut und sah sehr praktisch aus. Spannend, ob die Masse tatsächlich damit klar kommt.

Der Relaunch machte auf mich einen guten Eindruck. Echt jetzt, das sah gut aus.
Das wurde von Leuten gemacht, die das Internet verstanden haben. Irgendjemand hat ihnen eine Tag-Cloud aufgeschwatzt, die wird sicherlich wieder rausfliegen oder deutlich weniger prominent platziert werden. Tag-Clouds sind nicht Massentauglich, einzig Google freut sich darüber.

Hamburg.de bleibt vorerst zweisprachig und jetzt kommen wir zu dem Punkt, bei dem Berlin.de deutlich besser ist. Berlin.de gibt es in Teilen, neben Englisch, auch in Japanisch, Chinesisch, Türkisch, Russisch und Polnisch.

Wenn sie denn auch ein WLan bei der Pressekonferenz gehabt hätten, ich hätte auch live gebloggt, aber man kann ja nicht alles haben.

Nach dem Relaunch bekommt Hamburg die Punkte.
Hamburg.de vs. Berlin.de – Relaunch, ich sag‘ mal 2657:6

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  • Hansjörg Schmidt

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