Taxi Preis Hamburg Berlin

Die Frage, was eine Taxifahrt von Hamburg nach Berlin, bzw. von Berlin nach Hamburg kostet, hatte ich noch nicht im Blog. Ups. Also schnell klären, was eine Taxifahrt von Hamburg nach Berlin, bzw. von Berlin nach Hamburg kostet und wer preiswerter ist.

taxi!
taxi! von extranoise. Lizenz

Ich war so frei alle auffindbaren Taxiunternehmen anzuschreiben und nach den geschätzten Kosten für eine solche Tour zu fragen. Vorab: eine Tour von Hamburg nach Berlin ist Verhandlungssache.
Es gibt in der Regel keinen Tarif, es wird ein Festpreis ausgehandelt.

Vorab: Alle angeschriebenen Unternehmen liessen sich etwas zeit mit der Antwort, einige haben sich gar nicht gemeldet. Als erster kam Feedback von sashs-blog.de, ein lesenswertes Taxi-Blog.

„… Grundsätzlich ist der Preis für eine Fahrt aus dem Pflichtfahrgebiet raus frei vereinbar, aber rund 1,50 € pro Kilometer werden die meisten Fahrer für die Fahrt nehmen, da die Rückfahrt gezwungenermaßen leer
erfolgt. Da es rund 300 km sind, käme man damit also auf 450 €. Falls der Fahrer arg frustriert ist, kann es natürlich sein, dass man auch deutlich günstiger wegkommt …“

Quelle: Sash von sashs-blog.de

Die Firmen schreiben zur Strecke Hamburg-Berlin (wie gesagt, alles ungefähre Angaben, da Verhandlungssache):

Hansa Taxi 211211 Hamburg nach Berlin kostet 400,- Euro
Hallo taxi Hamburg nach Berlin 400,-
Hamburg-Taxi.info von Hamburg nach Berlin 370,-

Callcenter Taxi Berlin von Berlin nach Hamburg 450,- bis 500,-
Funktaxi Berlin Berlin nach Hamburg 450,-
Sash, Taxifahrer Berlin nach Hamburg 450,-

Damit hätte ich nicht gerechnet.
Die Berliner Taxifahrer sind etwas teurer als die Hamburger Taxifahrer. Man lernt eben nie aus.

Und komisch, dass ich vor zwei Jahren noch schrob: … Die Hamburger Taxen sind seit neuestem die teuersten in Deutschland


Größere Kartenansicht
Routenplaner Hamburg Berlin auf der Google Karte

Aber im Prinzip ist es auch egal, ich werde niemals im Leben mit einem Taxi von Hamburg nach Berlin fahren. Eine 400 Euro Quittung in der Reisekostenabrechnung zu irgendeiner Geschäftsreise macht sich irgendwie ganz schlecht. Das gibt nur Mecker. Aber wenn ihr die Kohle habt, warum nicht? Sucht euch einen netten Fahrer und spendiert ihm die Tour des Jahres.

Punkte gibt es auch noch. Berlin gewinnt, da verdient der Taxifahrer mehr.
Taxi Hamburg nach Berlin nach Hamburg 370:500

ps: Seit einer Weile lese ich auch sashs-blog.de mit jeder Menge Zeug für Berliner. Da findet man, wenn man will, noch mehr Taxi-Blogs.

4 comments

  1. Also ick habe mal eene Tour jehabt, von Berlin nach Hamburg. Det waren meines Erachtens damals 300 D-Mark jewesen. Det war ein Familie aus dem Libanon, eener von ihnen mit einem schlecht verheilten Bauchschuss, den sie mir liebevoll präsentierten.
    Det war 1990 jewesen. Da war die Mauer schon durchlässig die DDR aber noch da.
    Und für Asylsuchende war det offenbar zu die Zeit der optimale Weg, um von Schönefeld kommend nach West-Berlin rüberzumachen und denne von dort – Bahnhof Zoo in een Taxi zu steigen und ab jing et nach Hamburg.
    Meine Tour hat an der Grenze DDR-Schleswig-Hollstein geendet, weil zu der Zeit der bundesdeutsche Zoll bereits Wind bekommen hatte von dieser neuen Einflugschneise der Aslybewerber.
    Da wurde ick dann erst mal festjenommen wejen det Verdachts der Schlepperei.
    Die Libanesen waren großartig. Anstatt sich für ihre eigene Sache zu engagieren, haben sie sich vor der Polizei für mich radebrechend in die Bresche jeworfen. Von wejen… der arme Taxifahrer…. der kann doch nichts dafür…. und so….
    Sie haben mich dann ooch bezahlt und mir darüber hinaus viele braun grüne Scheine libanesischer Herkunft als Trinkgeld zujesteckt.
    Als ich die einjelöst habe uff der Bank ergaben die tausende von…?… keine Ahnung was das für eine Währung war— ca. 1,37 D-Mark.
    Aufrejend war dett jewesen, sag ick euch.

    Euch Euer Pachulke

  2. Sash says:

    Da danke ich doch für die lobende Erwähnung :D

    Man darf bei den Preisen nicht vergessen, dass Taxen einfach nicht als Fernreiseverkehrsmittel konzipiert sind. Hier spielen insbesondere die hohen Personalkosten eine große Rolle und machen den Unterschied zum Mietwagen oder zur Bahn aus.
    Es ergibt sich durch die umsatzbasierte Bezahlung von Taxifahrern die absurde Situation, dass eine Fahrt für weniger Geld sich für den Unternehmer nicht rentiert, für den Fahrer dagegen super ist.
    Deutlich über 50% des Umsatzes gehen letzten Endes für Lohn und Lohnnebenkosten drauf, und das ist in der Regel vertraglich fixiert. Damit muss ein Unternehmer, um das Taxi wirtschaftlich betreiben zu können, einen Schnitt von (beispielsweise und nicht sonderlich falsch) 1€/km halten. Bei solchen Ferntouren fällt da aber zusätzlich noch die leere Rückfahrt mit rein.
    Das heisst: Die Preise für solche Touren liegen meist noch höher als die ohnehin schon hohen Preise in der Stadt selbst (wenn man es auf die Kilometer, die der Kunde selbst fährt, runterbricht).
    Der Fahrer hingegen ist fein raus bei der Sache, weil er sonst niemals in einer Schicht so viele Kilometer machen würde (die obige Fahrt sind gut und gern 3 normale Schichten vom Umsatz her). Der Stundenlohn bei solch einer Autobahnfahrt geht dann gleich mal über die 30€-Marke (inkl. Rückfahrt schon) raus, was man sonst – wie sicher bekannt ist – im Taxigewerbe kaum jemals verdient.
    Deswegen könnte es beispielsweise durchaus sein, dass ein Selbstständiger nochmal einiges im Preis runtergehen würde, wenn er mit einem „normalen“ Einkommen für sich rechnet bei der Sache.
    Ansonsten bleibt nur anzumerken, dass ein Taxi für eine 300km-Strecke eher was ist, was man sich von der Bahn wegen eines Zugausfalls bezahlen lässt oder was man macht, wenn man ganz dringend Geld loswerden will.
    Eine vernünftige Alternative gegenüber den meisten anderen öffentlichen Verkehrsmitteln sind wir Taxler in der Regel sicher nicht auf die Distanz.

  3. Torsten H. says:

    Da hatte ich mich das gerade gefragt und zack, da gibt’s doch schon was für.
    Für eine Person ist das natürlich relativ teuer. Aber wenn man mit drei Leuten in’s Taxi steigt, dann ist das schon wieder vergleichbar mit der Bahn ohne Spartarife. Und netter ist es allemal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.