Pfandflaschen Hamburg vs. Berlin

Immer wieder Samstags gibt es Pfandflaschenalarm. Als Altersvorsorge taugen sie nicht, das habe ich inzwischen eingesehen, daher bringe sogar ich ab und an ein paar Flaschen zum Kiosk, Laden, Supermarkt um die Ecke.
So auch letztes Wochenende, allerdings hat Hamburg da so seine Eigenheiten.

Ich wollte nur Pfandflaschen wegbringen. Das Auto ist verschrottet, daher wurde in Taschen, Beutel und Gebinde gepackt, es klapperte wie bolle und frohen Mutes ging ich zum lokalen Getränkedealer an der Ecke. Ein kleiner Laden, Getränke Höpner, hat aber eine Webseite, da kann man Getränke bestellen, die werden nach Hause geliefert und sie haben einen Pfandflaschenautomaten. Ein schickes Teil, mit Display und dickem, roten Altersvorsorgeknopf, er hat sogar eine versteckte Interaktive Funktion. Um die auszulösen macht man folgendes: Ich stopfe fleißig eine Flasche nach der Anderen in den Automaten, aber da, oh Schreck, nach 20, 21, 22 Flaschen bleibt das Ding stehen und ruckartig öffnet sich die Tür neben dem Automaten. Ein bestens gelaunter Angestellter, seines Zeichens ein Spitzenreiter in Sachen Servicepersonal, steht da mit zwei Flaschen in der Hand und freundlich werde ich darauf hingewiesen, dass ich nur mehr als 20 Flaschen abgeben könne wenn er denn auch etwas neues kaufen würde.

Aha.
Das hatte ich aber gar nicht vor, ich wollte erstmal die alten Holstenflaschen loswerden. War aber nicht drin, diskutieren wollte man dort nicht und ich musste die Flaschen beim Gemüseladen an der Ecke abgeben.

So ein Quatsch. Warum nimmt ein Getränkeladen nur so wenig Pfandflaschen zurück?
Ne, ne, ne, das gab es in Berlin nicht, die waren zwar auch unfreundlich, haben aber immer meine Flaschen zurückgenommen, egal wie viele es waren. Da lobe ich mir die Beliner Kioske, da wird man zwar etwas beschissen, aber sie nehmen den Kram wenigstens und machen nicht so ein Fass auf wie der Hanseat. Soll mal einer Verstehen, erklären wollten sie es nicht und daher gehen die Punkte nach Berlin.

Pfandflaschen Hamburg vs. Berlin 0:10

5 comments

  1. svensonsan says:

    Wegen Pfandflaschen nach Bremen fahren? Das ist mir zu weit …
    Aber Dank Shopblogger weiß ich, dass es eine Bierkistenknappheit gibt, daher macht der Getränkeladen wohl so einen Alarm.

  2. svensonsan says:

    Saftnazi würde ich ihn nicht nennen, aber er hat eine lustige Eigenschaft, Cheffe spricht immer in der dritten Person mit seinen Angestellten.
    „Kann er mal dies machen…“
    „Hat er schon …“
    So einer ist das.

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