6:30 Uhr. Enten. Füttern. Verboten.

Ein Beitrag aus der LEBEN AM LIMIT mit Kindern, bzw. „die Kinder finden es so toll, aber kommt jetzt gleich die Polizei, GSG9, Ordnungsamt, PETA oder NABU und komme ich dafür ins Gefängnis?“ Reihe.

Meine ganz persönliche Lieblingsgesetztesmissachtung ist und bleibt das Enten füttern.

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Ein unsichtbares Schild. Enten füttern in Hamburg verboten

Freuen Sie sich, dass sie das Schild auf dem Foto sehen können, denn eigentlich ist das Schild unsichtbar (ungefähr so wie ein Überholverbotsschild auf der Autobahn, dass ist genauso unsichtbar).

Niemand sieht es, niemand beachtet es, wir werden fast jedes Wochenende Zeuge, wie dieses Schild überhaupt nicht funktioniert.

Wahrscheinlich muss man das den Leuten auf die Stirn tackern, damit das beachtet wird, aber das ist eine andere Geschichte.

Enten füttern ist ziemlich doof, wenn sie das Brot in das Wasser werfen. Enten ins Wasser füttern ist maximal bescheuert, machen sie das nicht.

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Brot für die Enten Reste im Wasser

So soll das nicht aussehen und wenn sie am Wochenende, an ihrem lokalen Ententeich, neben den Eltern und den rauchenden Großeltern der kleinen Schakeline-Scherome stehen, dann dürfen sie denen ruhig sagen, dass es maximal bescheuert ist, das Brot in das Wasser zu werfen. Falls die Eltern dann laut werden, sagen Sie es den Kindern, die verstehen das immer und sofort.

Werfen Sie das Brot auf die Erde. Das hat diverse Vorteile, denn dann:
-kommen die Enten aus dem Wasser
-steigert sich die Aufregung bei den Kindern, denn da sind plötzlich überall Enten um sie herum
-können Sie viel mehr von den Enten sehen
-machen sie, nebenbei, den See/Teich nicht kaputt
-versinkt kein Brot im Wasser
-sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind ins Wasser fällt, erheblich

Sie sehen, wir sind totale Experten in Sachen Enten füttern, wir haben das bereits mehrmals durchgespielt.

Selbstverständlich soll man Enten eigentlich nicht mit Brot füttern, aber hey, keine Chance, dass ist wahrscheinlich in unseren Genen, dass machen wir einfach so und kaufen kein Tierfutter oder so.

Die Enten an unserem Ententeich sind am Sonntag Nachmittag so satt, dass ein Großteil des mitgebrachten Brot in der Tonne landet.

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Lecker Rosinenbrot im Mülleimer

Bei uns liegt das sicherlich an der Enten Oma, die regelmäßig mit ihrem Rollator zum Teich rollert und dort dann einen ganzen Sack mit fein säuberlich zerkleinerten Toastbrotstücken auf diversen Quadratmetern verteilt. Immerhin wirft sie es nicht ins Wasser, was ja, wie sie jetzt wissen, maximal bescheuert wäre.

Jetzt fährt mein Zug nach Bremen los und bevor das Netz verschwindet, ist dieser Artikel eben fertig.

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