Das Heizungsspiel

Auf dem Flohmarkt gesehen.

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Sie hätte es gekauft, aber es war kein Preis dran.

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Am geschrieben

Wunschzettel 2014

Die Familie liegt mir in den Ohren. Alle fragen nach Wünschen, angesichts des nahenden Geburtstag. Ich bin jedesmal, wenn ich gefragt werde, völlig ahnungslos, denn spontan will mir nie etwas einfallen, da bin ich ganz ehrlich.
Mir geht es zur Zeit ziemlich gut, es mangelt mir an Wünschen. Hatte ich noch nicht so oft im Leben, das muss am Alter liegen.

Zeug mit Videospielen, Büchern, Geld, irgendwas für den Garten oder Essen gehen immer, ebenso Socken. Ich bin einer der wenigen Menschen, die sich über schwarze Socken freuen.

Mir fehlt es zur Zeit an Krimis. Das ist das Einzige, was ich seit Monaten nicht gemacht habe. Versinken in einem dicken Krimi, dafür fehlte die Muse, oder die Zeit, oder beides.

Ich bleibe mir treu und schreibe eine Auswahl aus meiner Amazon-Wunschliste ins Internet.

Wir spielen mit Kind 1 regelmäßig Mario Kart auf der Wii, allerdings spielen wir Mario Kart Double Dash, das ist das vom Gamecube. Ein oder zwei neue Controller wären sensationell, dann macht das als Familien-Event noch mehr Spaß. Der Controller, den ich immer bekomme, kann nur nach hinten schießen, was, wenn sie das Spiel kennen, ziemlich albern ist (aber dafür gewinnt dann immer Kind 1)

Der Form halber ist auch die PS4 mit auf der Liste. Für später. Wenn sie preiswerter geworden ist.

Danke für die Aufmerksamkeit.


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Monatsrückblick Februar 2014

Computer

Ich reparierte den Laptop der Mutter von A. Noch nie ein so dermaßen verseuchtes Gerät gesehen. Sie hatte in Google nach “Candy Crush” gesucht, irgendetwas herunter geladen und ZACK, die Kiste ist in eine Viren-Spam-Werbeschleuder mutiert.

Faszinierend, was dann alles mit einem Rechner passiert, wenn es soweit ist. Popups ohne Ende, unzählige Werbungen in Webseiten und, besonders toll, die schreiben die Adsense-Anzeigen auf Webseiten um. Dazu noch diverse Windows-Warnfenster, die minütlich Hinweise zur PC-Sicherheit geben. Das habe ich in dieser Form noch nie gesehen. Leider hat kein einziger Viren-Spam-Malware Scanner den Rechner komplett reinigen können. Aus Gründen, die ich nicht verstehe, blieb die Sweet-Page.com Startseite unveränderbar in den Browsern bestehen.

Gelernt:
-Nur Google Chrome taugt.
Stille Updates, aktuelles Flash, keine Hinweise, dass Nutzer irgendetwas machen muss. Nur so geht das.
-Virenscanner sind alle nerviger Müll. Ständig gibt es Hinweise zu diesem und jenem, Upselling, Crossselling, Registrieren hier, irgendwas machen da. Völliger Dreck, ich bin end-genervt davon. Einzige löbliche Ausnahme: Microsoft mit dem Defender Ding. Der nervt nicht.
-Windows 8 neu aufsetzen und anschließend auf Windows 8.1 heben hat fast 12 Stunden gedauert. Großer Mist.
-Ich mag Windows 8. Gute Ideen, passt.
-Aber auch mit Windows 8 ist das alles immer noch viel zu kompliziert für normale Leute.

Job

Bereits seit Jahresanfang, jetzt auch blogbar, bin ich Online Marketing Manager. Eine neue Chefin, ein viel größeres Team mit erheblich mehr Frauen als Männer, wie üblich im Reisebüro Reisebranche. Finde ich insgesamt bislang alles ziemlich gut. Ich mache weiter Internet.
Als Beispiel, heute auf meinem Schreibtisch: ich reduziere Newsletter-Bestellformulare von 30 Feldern auf ein Feld, platziere die Idee, das ein Textfeld in einem Kontaktformular eine gute Sache ist, implementiere Ziele in Analytics und will insgesamt überhaupt viel mehr messen. Faszinierend, dass ich mit niemanden hier über Analytics reden kann, denn das versteht leider niemand so richtig. Schade eigentlich, denn ich will eigentlich nicht der Analytics-Horst sein, aber nichtsdestotrotz habe ich weiterhin viel Spaß.

Hammer

Eine Erinnerung aus meiner Kindheit wiederholt sich. Ich habe meinem Vater immer die Hämmer verschlampt. Das war früher ein riesen Thema, den gefühlt habe ich mindestens vierhundert davon im Wald verloren.
Jetzt macht Kind 1 das ähnlich, allerdings mit mehr Bumms, inzwischen hat er im Haus bereits den dritten Hammer einfach kaputt geschlagen.

Das muss man auch erstmal schaffen.

Heizung

Weiterhin ein großes Drama. Schade, dass ich alles selbst machen muss. Irgendwann blogge ich das mal ausführlich, ich kenne mich inzwischen richtig gut mit Heizkörpern aus, ich kann sogar die ungefähre Heizlast berechnen und damit hätte ich nicht gerechnet. Man wächst mit seinen Aufgaben, wir hoffen auf Klärung in den nächsten Wochen.

Social Media Week

Im Februar war Social Media Week in Hamburg. Meine Erfahrungen damit sind sehr durchwachsen. Zwei Sessions waren totaler Quatsch, zwei waren ok, zwei waren extrem gut. Insgesamt aber so, dass ich mir nächstes Jahr entweder noch bessere Vorträge suchen muss oder gar nicht mehr hingehe. So etwas wie der Workshop von Tchibo, das war schon ziemlich gut und große Schande über die vielen Menschen, die die Session gebucht haben, aber dann nicht erschienen.
Oder ich besuche noch mehr Kunst-Events im Rahmen der Social Media Week, denn das Ding im Thalia war eine gute Sache.

Elternschule

Mit am meisten beschäftige ich mich zurzeit mit der Elternschule, bzw. mit einem Kurs, der sich “Starke Eltern, starkes Kind” nennt. Das ist, mit sehr großem Abstand, das tollste, was ich in meiner offiziellen Vater-Rolle bislang an solch Kurs-Krams machen durfte. Alleine die Geschichten der anderen Eltern! Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie gut es tut, diese Geschichten zu hören. Denn irgendwie haben alle sehr ähnliche Probleme.
Das meine Freundin mich zu diesem Kurs geschickt hat, war eine sensationell gute Idee.

Ich darf ja nix erzählen, weil alles bleibt da im Raum und so, aber eine Kleinigkeit fiel mir auf und ist auch für euch Internet-Fuzzies von Interesse:

Alle, wirklich ALLE Kursteilnehmer haben zu Hause regelmäßig Stress Aufgrund der Smartphones.

Faszinierend, dass es bei Leuten, die nicht den ganzen Tag im Netz arbeiten sogar noch erheblich schlimmer ist als bei mir.
Wobei ich nur auf mich schauen kann und bei mir ist zu Hause das Verlangen nach Job-Mails eher klein. Ein Spiel spielen oder kurz die Aufmerksamkeits-Angel in den Social-Media-Blog Fluß hängen, Artikel von Freunden lesen oder auf lustigen Stuss klicken ist ok.

Das ist bei ALLEN anderen Leuten im Kurs anders und die fehlende Aufmerksamkeit, bzw das Smartphone-Gedaddel, nur weil irgendwer irgendwas irgendwo geschrieben hat und es eine Facebook-Notification dazu gab, das ist ein RIESEN Thema.
Davon war ich in der Tat sehr überrascht.

Man muss dazu wissen, dass ich bei mir so gut wie alle Benachrichtigungen auf dem Handy deaktiviert habe, anders würde es permanent Alarm machen. Neue Mail hier, Facebook da, Twitter dort, Xing, Linkedin und hastenichtgesehen würden sich alle 60 Sekunden melden. Ich verstehe nicht, wie man sein Handy mit eingeschalteten Notifications für alle Apps nutzen kann.

Grill

Das Beste kommt am Schluß.
Wir haben neulich im eigenen Garten gegrillt und der eigene Garten ist weiterhin eine ziemlich geile Sache. Kann man nicht anders sagen.

Geil

Geil ist ein gutes Stichwort. Ich fand den ungewollt erfolgreichen Spot von Edeka extrem gut. Selten zuvor sprach mich Werbung so an wie hier. Applaus.

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Am geschrieben


Twitter im Theater #smwhh 2014

Liebes Thalia. Danke für den schönen Abend. Ein tolles Stück, ich hatte Spaß und werde wieder kommen.

Besonders dankbar bin ich für diesen Abend im Rahmen der Social Media Werk insbesondere aufgrund der Dinge, die fehlten. Es ging nicht um Datenschutz, es wurde nicht gejammert, was in Deutschland alles nicht geht und es gab nicht den Hauch von der sonst üblichen German Angst, die sich durch sehr viele Vorträge auf der smwhh zieht. Im Gegenteil. Bei euch war es entspannt, ihr habt etwas ausprobiert, geschaut, was passiert und darüber gesprochen. Das war toll. Danke dafür, so soll das auch sein im Theater.

Ich erlaube mir einige Anmerkungen zur dem Stück folgenden Twitter-Diskussion.

Eine Twitterwall auf der Bühne ist eine bescheuerte Idee.

Eine Twitterwall hinter den Diskussionsteilnehmern, im Rücken und ohne Monitor vor den Teilnehmern ist unfair.

Beides hat den Nachteil, dass nicht reagiert werden kann. Im Stück, und in Teilen auch in der Diskussion, ist kein Raum für ungefilterte DIGGER WAS FÜR EIN STUSS Meinungen aus dem Publikum.

Eine unmoderierte Twitterwall auf der Bühne wird nicht funktionieren, das wird mit Ansage, früher oder später mit Vollgas gegen die Wand fahren.

(das klingt jetzt nach Opa erklärt das Internet, aber leider gibt es einige Deppen da draußen, die solch nette, niedliche, unschuldige und auch naive Ideen mit einfachsten Mitteln desaströs stören konnen)

Mit ausgewählten Tweets ist das etwas anderes, ebenso wenn die Teilnehmer auch die Möglichkeit haben, die Twitterwall zu sehen. Sehen meint hier: nicht im Rücken.

Das sind Erfahrungen aus etlichen Jahren auf Konferenzen. Diese Erfahrungen kann man nochmal erleben, muss man aber nicht, denn eine Twitterwall auf der Bühne nervt in der Regel mehr als das sie Nutzen bietet.

Im Theater spielt der folgende Punkt mangels Reichweite und zumeist anzunehmender Intelligenz des Publikums (immerhin haben sie es ins Theater geschafft und hängen nicht bei Heinz und Inge im feuchten Eck an der Theke) eine untergeordnete Rolle:

Eine Twitterwall zeigt viel zu viel Meinung, die man manchmal eben nicht lesen will. Die Leute neigen dazu Dinge nicht so zu  verstehen, wie sie gedacht waren. Das machen sie oftmals in einem Ton, der eindeutig nicht auf die Bühne gehört. Auch darum ist eine Twitterwall suboptimal, denn wer will schon seitenweise PENIS PENIS PENIS PENIS PENIS PENIS PENIS lesen? Eben. Das nervt, auch wenn es nur diese wenigen im letzten Satz sind.

Ziemlich cool wäre eine Art Untertitel-wall. Ähnlich wie die Regie-Tonspur auf der DVD, mit Untertiteln. Wenn das Theater sich selbst auf der Bühne eine zweite Bühne schafft mit Anmerkungen wie

Was passiert gerade?
Verdammt, er hat den Text vergessen.
Jetzt sollte eigentlich die Pyro zünden.
Noch 5 Minuten.
An dieser Stelle haben wir lange gearbeitet, achten Sie auf xyz Dingenskirchen.
Wörtlich in Übersetzung verloren, lautet im Original xyz.
Und so weiter.

Denn genau das ist Twitter.
Eine Bühne. Aber es ist meine Bühne, mit meinen Followern/Zuschauern und meinem gewählten, öffentlichen Selbstbildnis.

Das gilt im Prinzip für alle auf Twitter, allerdings haben die meisten Leute dort ein sehr kleines Publikum, treten aber trotzdem wie auf, als ob sie auf der großen Bühne stehen und genau aus diesem Grund ist Twitter ziemlich gut.

Wenn ihr diese Bühne ins Theater hebt, es wäre mir eine Freude, dies miterleben zu können.

Danke nochmal, ich freue mich auf das nächste irgendwas mit irgendwie Online und Theater.

Denn da geht noch etwas, das Internet ist nicht wirklich Thema auf der Bühne.

Ich habe das eben in der Ubahn ins Handy getippt, der Text wird morgen noch hübsch gemacht.

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Am geschrieben

Penny Fußball Sammelalbum Sticker und Bilder gesucht

Liebes Internet.

Bei Penny gibt es gerade Bundesliga Sammelbildchen. Wir sammeln die auch, wie sie hier sehen können.
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Allerdings müssten wir für ein vollständiges Sammelalbum einen bis an Armut grenzenden Betrag bei Penny ausgeben, um dieses Album vollständig zu füllen.

Falls Sie zufällig auch bei Penny einkaufen und nicht wissen, was sie mit den Stickern machen sollen: schicken Sie uns die Sticker.

Gerne unfrei, Porto bezahlen wir, wahlweise gebe ich Ihnen, Liebe Leserin und Leser, einen aus, falls wir uns im echten Leben ab und an treffen sollten.

Dieses Fußballheft ist ein großer Spaß. Die darin enthaltene ewige Tabelle, mit Bremen und Hamburg auf den vorderen Plätzen ist jedes mal wieder ein Quell kurzweiliger Freude.

Falls Sie tatsächlich Sticker verschicken können:

H. Dietrich
Lapplandring 76
22145 Hamburg

Sie machen damit einen kleinen Jungen sehr glücklich. (er liest mir jeden, wirklich jeden Morgen daraus vor. Aktuell ist das unser Morgen-Ritual. Ich stehe mit Senkschwindel und vernebelten Blickfeld im Bad und während ich versuche, mich müdigkeits bedingt, mit der Zahnbürste nicht umzubringen, liest er mir alles mögliche aus dem Heft vor. Wer ist der beste, wer hat wie viele Tore geschossen, wer ist nicht der beste, was man eben so liest als fünfjähriges Phantasiewesen mit einem Heft voller Idole.)

Vielen Dank.

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Am geschrieben

NEHMEN SIE DIE HAND VOM ZUG ist das neue Zurückbleiben bitte

Seit heute fällt in Hamburg das “Zurückbleiben bitte” weg. Mir persönlich ist das ziemlich egal, ich bin glücklicherweise mit ausreichend Rest-Intelligenz ausgestattet, um den Prozess des
piep piep piep – Tür geht zu – Oh, jetzt kann ich nicht mehr einsteigen, schließlich ist die Tür zu, na egal, dann warte ich auf die nächste Bahn, die kommt gleich zu verstehen.

Andere Leute finden das irgendwie nicht so gut, lesenswert macht das Isa und sicherlich wird der Volksmund zum Thema noch etliche Seiten in der Mopo und im Abendblatt das Thema diskutieren.

Heute Morgen, gleich am ersten Tag des “mit ohne Zurückbleiben”, durfte ich beobachten, wie schwierig das mit dem Einsteigen in die U-Bahn für manche Menschen doch ist.

Es piept, die Tür geht zu, und ein penetranter Herr, Modell ICH HABE IMMER RECHT UND IHR KEINE AHNUNG, die mit dem gekämmten Scheitel und so, so einer steht an der Bahn und hält seine Hand an die Tür.

Mehr nicht, er steht da und hält seine Hand von außen an die Tür.

Was ich bis heute Morgen noch nicht wusste war, dass man damit den gesamten Zug aufhält.

Wenn sie ihre Hand von außen an die U-Bahn legen, dann sagt die oder der Zugfahrer “NEHMEN SIE DIE HAND DA WEG, DER ZUG FÄHRT ERST LOS WENN …..“. Das passierte auch einige Male, aber der Herr stand trotzdem weiter seelenruhig an der verschlossenen U-Bahn Tür und sah zu, wie der Mob im inneren der Bahn kurz vorm Scheibe einschlagen war um ihm eine zu zimmern.

Ja, das war eindeutig zu viel Kino am frühen Morgen, aber eine Bestätigung für meine “die meisten Leute sind zu bekloppt um U-Bahn zu fahren” Theorie, die ich auch im Beruf, im Zusammenhang mit User Experience und Webseitenoptimierungen gerne anführe.
Was wir den Leuten da alles zumuten, es ist ein Drama. Die gleichen Leute, die Rolltreppen und Ein- und Aussteigen aus der U-Bahn nicht verstehen sollen plötzlich alles auf einer Webseite verstehen, aber das ist eine andere Geschichte.

Wichtig ist:
Zurückbleiben gilt auch für Hände, denn damit halten sie den gesamten Bahnverkehr auf.

PS: Ich finde U-Bahnfahren ohne “Zurückbleiben bitte” eigentlich extrem viel höflicher. Ernsthaft, wer will schon zurückbleiben? Eben, ich will das nicht.


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Das erste globale Musikvideo. Happy – Pharrell Williams. Mit Hamburg, Berlin und der ganzen Welt

Update.
Auf der Seite We Are Happy From… werden nochmal erheblich mehr Videos gezeigt.

Ich habe hier eine ganz wundervolle Sache mit jeder Menge normaler Leute gefunden, die für “Ihre” Stadt ein Video machen. Was die genau machen, sehen sie gleich.

Das ganze Ding ist erst einige Wochen alt, daran können sie sich noch erfreuen, es im Büro rumreichen oder etwas für “ihre” eigene Stadt machen und Teil eines globalen Musikvideos werden.

Alles was folgt, basiert auf Pharrell Williams – Happy, dem ersten 24 Stunden Musikvideo der Welt. Das an sich ist bereits herzallerliebst und absolut sehenswert.

Aber seien sie gewarnt.

Sie werden nach Betrachten der Videos höchstwahrscheinlich deutlich bessere Laune haben als zuvor, möglicherweise müssen sie auch ein klein wenig weinen vor Glück.

Es folgen etliche Videos, darum geht es erst nach KLICK weiter.

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Am geschrieben

Was sie schon immer über ihre Heizung wissen wollten.

Eines der zur Zeit schönsten Themen mit Diskussionsbedarf in unserem Haushalt ist alles rund um die HEIZUNG.

Genauer gesagt ist das Thema HEIZUNG eine dieser spannenden Mischungen aus Heizung-einstellen, Heizkosten-sparen, Gemütlichkeit und Ich-mache-das-aber-so-Punkt-keine-Diskussion.

Da ich mich, aus Gründen, zur Zeit viel mit dem Themenkomplex HEIZUNG beschäftige und im Zuge dessen einiges gelernt habe, teile ich das Erlernte hier, damit auch sie entspannt in der Familie über Heizkosten klugscheißen diskutieren können.

Was sie noch nicht über ihre Heizung wussten

Darum geht es. Das Thermostat. So oder ähnlich sieht das bei Ihnen aus.

Quelle: Anleitung Oventrop Thermostat „Uni LH“. Mit freundlicher Genehmigung der Firma Oventrop

Quelle: Anleitung Oventrop Thermostat „Uni LH“. Mit freundlicher Genehmigung der Firma Oventrop

Die Zahlen auf dem Ding, dass sie drehen können

Mit freundlicher Genehmigung der Firma Oventrop

Quelle: Anleitung Oventrop Thermostat „Uni LH“. Mit freundlicher Genehmigung der Firma Oventrop

Auf den meisten Thermostaten stehen Zahlen, von 0 – 5. Diese Zahlen stehen für eine Temperatur.

Man stellt das Thermostat nicht auf DREI, man stellt das Thermostat auf 20 Grad.

Früher war angeblich direkt die Temperatur angegeben, aber da die Raumtemperatur, je nach baulicher Situation, sehr unterschiedlich ausfallen kann, wurde das von einer Temperatur auf einfache Zahlen geändert, um Verwirrungen zu vermeiden.

Die Zahl steht für eine Temperatur und nicht für “viel oder wenig auf”

Ein wundervoller Irrglaube ist das “ist stelle auf FÜNF”, dann ist viel auf, ich stelle auf ZWEI, dann ist wenig auf.

Unter uns: Das ist totaler Quatsch.

Wenn man das Thermostat auf VIER stellt, dann heizt die Heizung schlicht LÄNGER, eben so lange, bis es 24 Grad warm ist (länger heizen wird weiter unten nochmal wichtig).

Eine hohe Zahl bedeutet beim Thermostat eine höhere Temperatur und das bedeutet im Prinzip: “länger auf” oder “lass länger heißes Wasser durch den Heizkörper laufen”.

Heizkörper können nur Hahn auf- und zu

Im Prinzip macht der Heizkörper nur das: Hahn auf und Hahn zu. Mehr als heißes Wasser reinlassen und eben kein heißes Wasser reinlassen kann ein Heizkörper nicht.

Je nachdem, auf welcher Zahl das Thermostat steht, lässt der Heizkörper den Hahn so lange auf, bis das Temperaturdingens im Thermostat sagt “Stop, jetzt ist es warm genug, ich mache den Hahn zu, ich brauche kein heißes Wasser mehr”.

Von wegen an- und aus. Der Heizkörper ist doch lauwarm? Der geht ja doch nur ein bißchen auf!

Das Termostatdingens lässt solange heißes Wasser in die Heizung, bis die eingestellte Temperatur um ca. 0,2 überschritten wurde. Meistens steht das Ding auf DREI und bei ca 20,2 Grad schließt das Ventil (das variiert stark, je nach Modell, Hersteller, etc).

Anschließend wartet das Thermostat solange, bis die eingestellte Temperatur um ca 0,2 Grad unterschritten wird und öffnet bei ca. 19,8 Grad das Ventil wieder.

In dieser Wartezeit kühlt der Heizkörper etwas aus, er wird “lauwarm”.

Details dazu werden dann allerdings schnell speziell, wer will, sucht in Google nach “Zweipunktregler” und “Hysterese”.

Die ewige Heizung-ganz-aus und Heizung-niemals-ausstellen Diskussion

Alles folgende ist extrem vereinfacht, aber weiterhin prinzipiell korrekt. Fachleute sollten das aber trotzdem nicht lesen, denn es ist sehr ungenau.

Wenn ich das Thermostat also auf die DREI stelle und nichts mehr ändere, dann heizt der Heizkörper immer nur um diese 0,4 Grad herum.

Heizungkörper an -> 20,2 Grad, Heizungkörper aus -> 19,8 Grad -> Heizungkörper an -> 20,2 Grad, Heizungkörper aus -> 19,8 Grad -> Heizungkörper an -> 20,2 Grad, Heizungkörper aus -> 19,8 Grad u.s.w.

Auch ohne große mathematische Kenntnisse sieht man, dass immer nur in einem kleinen Temperaturfenster geheizt wird, eben die erwähnten 0,4 Grad.

Wenn ich, im Glauben damit Energie zu sparen, die Heizung auf Null stelle und dann, wenn ich es warm haben will, wieder aufdrehe, verbrauche ich ein VIELFACHES mehr an Geld und Energie, um den Raum wieder auf Temperatur zu bringen.

Ich gestehe, es gibt in unserer Familie regelmäßig heiße Diskussionen zu genau diesem Punkt.

Darum male ich das auf, evtl wird es dann verständlicher.

Wenn ich die Heizung auf DREI Stelle und mich nie wieder darum kümmer, passiert im Idealfall folgendes:

Heißes Wasser rein, bis es warm genug ist, dann kühlt das ab, bis es zu kalt wird, dann wieder warmes Wasser ein, etc. Steht bereits weiter oben beschrieben, die Heizung muss nur die Raumtemperatur halten.

Völlig anders sieht das aus, wenn man die Heizung über Nacht, oder am Tage, wenn man nicht da ist, auf Null stellt und den Raum auskühlen lässt. Dann muss die Heizung viel länger heißes Wasser durch den Heizkörper fließen lassen um die gewünschte Temperatur zu erreichen.

Je länger die Heizung heizen muss, desto teurer wird der Spaß im Endeffekt. Falls sie meiner extrem ungenauen Zeichnung immer noch nicht glauben, ich habe die “Heizung AN” Momente ausgeschnitten. Im direkten Vergleich sieht man dann tatsächlich, dass es schlicht mehr Geld kostet und erheblich mehr Energie verbraucht, wenn man die Heizung ausschaltet und die Räume auskühlen lässt.

Im unteren Fall wird länger geheizt. Große Temperaturschwankungen zu überwinden kosten leider mehr Geld als nur die Temperatur zu halten. Ich weiß, es ist schwer zu glauben, aber es stimmt. In den meisten Fällen ist ein Ausschalten der Heizung teuer, als sie konstant weiterlaufen zu lassen.

Mir hat das geholfen. Ich habe, nach einigen Monaten, endlich verstanden, warum der eine Heizungsmensch zu uns sagte:

Sie sind jetzt Hausbesitzer, sie dürfen die Heizung eigentlich nie wieder ausschalten.


Am geschrieben

Vater werden ist nicht schwer …

Gestern Abend habe ich den Film Alles eine Frage der Zeit gesehen (kitschiger Film, aber als Vater fand ich den super). Zufällig passt das Thema des Films sensationell, ja wirklich außergewöhnlich gut zu diesem Beitrag. Sie können den Beitrag auch weg lassen und sich den Film ansehen. Es geht um Zeit. Vereinfacht gesagt.

A leap on the beach!
Foto: A leap on the beach! by Kristen with Some rights reserved

Zwei geschätzte, bloggende Väter antworten auf den Artikel Geht alles gar nicht auf zeit.de. Da mache ich mit, immerhin bin ich auch bloggender, berufstätiger Vater von zwei Kindern. Wer möchte, kann die Antworten von luebue und nico lesen, die ähnlich ausfallen wie mein Text.

Dass sich Kinder und Karriere nicht vereinbaren lassen, ist eine Lüge. EINE ERWIDERUNG AUF MARC BROST UND HEINRICH WEFING
haltungsturnen.de – Geht alles doch

Ich habe mir den Artikel jetzt mehrfach durchgelesen. Ich schwanke immer noch zwischen Nicken und Kopfschütteln.
lumma.de – Die Sache mit der Hölle, den Kindern und der Karriere

Die zwei Autoren beschweren sich in der Zeit, wie wahnsinnig kompliziert das als Vater doch alles sei. Ich gestehe, ich habe gelacht, als ich deren Text las.

Abgekürzt könnte ich ihnen schreiben: SELBST SCHULD.

Wieso lest ihr Arbeitsmails am Wochenende? Und wenn ihr schon solche Mails am Wochenende lest, warum lasst ihr euch auch noch davon ablenken?

Da fehlen mir echt die Worte, ich wünsche den beiden Herren wirklich sehr, dass sie das in den Griff bekommen. Denn eines ist klar: Ihr werdet da nichts gewinnen, ihr werdet nur verlieren. Zu diesem Thema habe mich vor längerem ins Blog aufgeregt, das kann ich ohne Bedenken empfehlen: Siehe: E-Mail am Wochenende, zwischen Kind und Kegel. Zusammengefasst: Jobmails am Wochenende zu lesen ist eine grenzdebil bescheuerte Idee. Klingt komisch, ist aber wahr.

Abgesehen von diversen anderen Alarmen beschäftigen sich die beiden Herren wirklich sehr mit der Zeit-Problematik, taucht es am Ende des Textes doch gleich nochmal auf:

Aber in Wahrheit ist es doch so, dass die Grenze zwischen Arbeitszeit und privater Zeit längst durchlässig geworden ist, weil man immer erreichbar sein muss und, ja, auch immer erreichbar sein will. (Hervorhebung von mir)

Und genau das ist euer Fehler. Ihr solltet an den Punkt kommen, dass ihr das nicht wollt, denn es ist nicht möglich. Eine ganz einfache Sache eigentlich. Klar, man muss das lernen, das erfordert Aufmerksamkeit und Anfangs auch eine gewisse Disziplin (glauben sie mir, ich weiß wie schwer es ist das Handy am Wochenende nicht für Arbeitskram zu nutzen), aber es lohnt sich und es wird besser, umso konsequenter ich das mache. Von einem Notfall abgesehen habe ich seit mind. einem Jahr am Wochenende keine einzige Jobsache bearbeitet.

Man möchte die beiden Herren glatt leicht schütteln und ihnen zurufen: Aufwachen! Seht ihr nicht, was ihr alles verpasst?

(Zum folgenden Absatz muss man wissen, dass meine Freundin auf der Arge arbeitet und sie sozusagen täglich über das “normale” Leben der Masse der Leute erzählt. Also das Leben der Leute, die z.B. nicht Hauptstadtbüroleiter (wie einer der Autoren) der Zeit sind)

Euch geht es unfassbar gut. Euer jammern ist auf so hohem Niveau, dass es weh tut.
Ihr habt Jobs. Ihr teilt euer Leben mit einer Partnerin. Eure Kinder sind (soweit man das im Artikel erkennen kann) gesund und munter. Ihr selbst seid nicht krank, Drogenabhängig, im Knast, körperlich oder geistig behindert, ihr könnt lesen, schreiben und rechnen. Euch geht es damit besser als gefühlt 99% der Deutschen. Im Verhältnis betrachtet ist es relativ albern, aus eurer Position heraus zu jammern.

Ihr habt keinen Stress.
Ihr macht euch den Stress selbst.

Wissen sie, was mit das erste war, das mein Vater mir auf die “du wirst Opa” Nachricht erzählte (sinngemäß wiedergegeben)?

Ich ärger mich, dass ich nicht mehr Zeit mit euch Kindern verbracht habe.

Ganz ehrlich:
Als Gegenleistung für Job-Emails will ich das meinen Kindern später nicht sagen.

PS: Mein Vater war für uns Kinder gefühlt immer da. In kann mich nicht daran erinnern, dass er ständig weg war.

PPS: Ja, es ist anstregend. Ich kann nicht tagelang vor der Playstation verschimmeln, das ganze Wochenende im Bett lümmeln oder sonstwie meine Zeit verbummeln. Das geht als Vater nicht, dass muss auch gar nicht gehen. “Eltern sein ist ein 24 Stunden Job” steht auf einem Schild in der Elternschule, in der ich neulich mit dem Lütten zum Kochkurs mit Kindern war. Egal ob mit es um die Kinder oder um uns, als Paar geht, aus dieser Eltern-Nummer kommen wir nicht mehr raus und wir wollen das auch gar nicht. Es ist nicht einfach, es ist, um ehrlich zu sein, wahnsinnig kompliziert, anstregend, Zeit- und Kräfteraubend. Aber wir wollen das alles, wir sind uns dessen bewußt und wir wissen auch, dass das alles nur eine Phase ist.


Am geschrieben