Geht los.

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Vowe kann stolz sein. Sein geblogge übers Laufen und Gehen war das I-Tüpfelchen, dass mich in Bewegung brachte.

kann so weitergehen schreibt er. Ich bin zutiefst beeindruckt, wie konsequent er das durchzieht und an seinem Profilbild sieht man sehr deutlich, dass Gehen funktioniert.

Seit ein paar Wochen gehe ich zu Fuß zur Bahn, zur Arbeit, baue Unterbrechungen in meinen Arbeitsweg ein. Bereits seit über einem Jahr bringe ich die Kinder zu Fuß oder mit dem Rad in die Schule/Kita. Dazu kommen jetzt, Schritt für Schritt (welch Wortwitz), einzelne längere Wege zu Fuß.

Ich starte nicht bei Null, eher so bei 0,5.

Grund dafür:
Bei mir ist es der Rücken, bzw dieser Traversus Dingenskirchen Muskel, der ziemlich viel Aua macht. Darum bin ich beim Sport (hilft unfassbar viel und ist großes Kino) und alle Menschen mit Ahnung von Rücken erzählen mir, dass ich mich mehr Bewegen muss. Dann ginge das quasi von alleine weg.

Darum mache ich das. Dieser Rücken geht mir so sehr auf den Sack, ich bin zu jung für so etwas.

Ich messe das Gehen mit einer App, weil es geht (welch Wortwahl), motiviert und überhaupt habe ich das Handy immer dabei. Warum also nicht Daten sammeln?

Withings heisst die App. Die kostet nix, wahrscheinlich bekommt das halbe Internet meine Daten, die App misst nur dann brauchbar, wenn sie in der Hosentasche steckt und sie frisst Akku. Aber sonst passt das schon, kostet ja nix. In der Jackentasche misst die App totalen Schrott, das sollte man wissen. Alles ausser Hosentasche funktioniert überhaupt nicht, ich habe mehrmals mitgezählt.

Alle, die Ahnung haben, schreiben von 10.000 Schritten am Tag.

Wissen Sie was? Das ist verdammt weit. Weit im Sinne von “Alter/Digger, da kommst du total zu spät und hinterher hast du Muskel im Arsch”.

Heute morgen bin ich gelaufen. Von Zuhause, in Meiendorf, bis zur U-Bahn Farmsen. Eine teilweise sehr doofe Strecke, das kann ich noch optimieren.

Wenn ich das zu Fuß gehe, sieht das so aus.

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Ich habe keine Ahnung, ob das alles stimmt, aber die Kalorien reichen für einmal Currywurst Pommes heute mittag aufm Markt.

Ich wohne am Stadtrand von Hamburg, arbeite in der Stadtmitte und habe dementsprechend ziemlich viel Platz (fast 20km um genau zu sein) und Möglichkeiten zu gehen.

Am Freitag mache ich das nochmal, wenn das Wetter mit spielt, dann gehe ich in Farmsen los und gehe durch das Wandse Tal. Da ist es sehr hübsch, eine der schönsten Ecken von Hamburg.

Geht los.

Danke vowe.

Aus der U- und der Bahn, Edition Bremen.

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Heute fahre ich ausnahmsweise nach Bremen und Übernachte sogar dort. Von Witzen über Fussball und anderen Hamburg –  Berlin Bremen Differenzen bitte ich abzusehen.

Der Weg nach Bremen war bislang faszinierend.

Nach diversen Alarmen zu Hause und in Kita und Schule versorgten Kindern steige ich ich endlich in den Bus, Richtung Ubahn.

Im Bus sitzt, neben den üblichen Verdächtigen für einen neun Uhr Bus, ein auffallend gut gekleideter, sehr alter Herr. Er klammert sich an seinem Rollator fest und an einer Haltestelle gibt es eine Pause mit ziemlich langer Diskussion zwischen ihm, dem Busfahrer und einer Dame, die sich kümmert.

Der Herr möchte an einer bestimmten Strasse aussteigen, an einem Hotel, in einem hohen Haus. Leider ist seine Beschreibung für niemand im Bus nachvollziehbar und es besteht Handlungsbedarf, denn er fuhr bereits einmal von Endhaltestelle zu Endhaltestelle. Der Bus fährt weiter, der Busfahrer ruft die bullen Polizei während wir fröhlich weiter rätseln, wo es denn ein Hochhaus mit Hotel geben könnte.
Der alte Mann weiß sich zwar zu kleiden, aber seinen Namen, seinen Wohnort und jegliche sonstigen Hinweise hat er leider vergessen.

Ich steige aus und hoffe, dass ihm geholfen wird. Der Busfahrer war super, Applaus für Hamburg. In Berlin würde ein Busfahrer den alten Mann wahrscheinlich bis zur Mumifizierung durch die Gegend fahren.

In der Ubahn dann gleich dreimal Bier trinkende Kunden. Um neun Uhr bereits die Pulle am Hals und das war bei allen dreien sicherlich nicht das erste Bier.

Am Hauptbahnhof dann noch mehr Kundschaft. Irre, wie viele Menschen bei McDonalds im Müll wühlen und die Reste frühstücken. Das hatte ich so gar nicht auf dem Zettel, aber der Mülleimer dort scheint beliebt zu sein.

Sehr beliebt macht man sich am Hauptbahnhof mit einer Zigarette in der Hand. Alle 45 Sekunden stand einer neben mir und versuchte zu schnorren. Applaus für den jungen Mann mit der Sonnenbrille, der immerhin die Brille für die Ansprache abnahm und Blick auf seine doch arg verstrahlten Pupillen ermöglichte. Morgens um neun Uhr.

Im Zug bislang kein Drama. Weder Verspätung noch verwirrte Kegelclubs auf Sitzplatzsuche erheitern meine Fahrt nach Bremen. Abgesehen vom hübschen Hipster-Fräulein, der ich half, Ihren schwachsinnig schweren Koffer in die Ablage zu werfen und die alle paar Minuten Selfies machte, war nix weiter.

(dieses Selfie Ding ist mir ein Rätsel. Mal mit, mal ohne Brille, völlig ungeniert posiert sie vor ihrem Handy und macht Bilder. Zum Glück ohne Selfie stick, was am Vierer-Tisch sicherlich ungemütlich wäre. Ich bin offensichtlich zu alt für so etwas, ich kapiere diesen drang zum minütlichen Selfie nicht)

Oh. Schon in Bremen. Gibt es wieder Netz? Dann ab dafür.

Geschrieben auf dem Handy in der U-Bahn, veröffentlicht mit WordPress für Android